VAMPYRGESELLSCHAFTEN A. TE.
Vampirfürstinnen und Vampirfürsten herrschen mancherorts über kleinere, andernorts über größere Gebiete. In den von den dunklen Nagoch-Mächten beherrschten Ländern tun sie dies offen und ohne Furcht. In jenen Reichen hingegen, die unter dem Einfluss der lichten Astharia-Mächte stehen, regieren sie aus dem Verborgenen. Kleinere Blutlinien, auch Sippen genannt, hausen meist in sogenannten Vampirnestern. Nach dem Verschwinden Mythandrias wurden die alten Vampirfamilien über die Erde verstreut. Einige konnten ihre Herrschaft und ihren Reichtum bewahren, andere verloren ihre Burgen, Tempel und angestammten Jagdgebiete. Gleichzeitig entstanden auf der Welt neue Blutlinien und mit der Curia Sanguinis Azurei eine neue bedeutende Vampirgesellschaft.
Die bedeutendsten Vampirgesellschaften dieser Epoche sind das Concilium Noctis Aeternae, der Ordo Arcanorum Mortis, die Curia Sanguinis Azurei und der Conventus Obscurus. Das Concilium und der Ordo sind erbitterte Feinde. Ihre unterschiedlichen Vorstellungen von Ordnung, Herrschaft und dem Umgang mit den dunklen Geheimnissen der Vampire führen immer wieder zu Machtkämpfen, Intrigen und offenen Auseinandersetzungen. Auch die Curia Sanguinis Azurei und der Ordo Arcanorum Mortis sind stark verfeindet. Zwischen dem Concilium Noctis Aeternae und der Curia Sanguinis Azurei herrscht ein konfliktbeladenes Verhältnis. Beide Gesellschaften konkurrieren um Einfluss, Herrschaft und die Anerkennung der alten Vampirfamilien. Der Conventus Obscurus wird von den großen Vampirgesellschaften gering geschätzt. Seine zahlreichen kleinen Blutlinien gelten als politisch unbedeutend und wenig angesehen. Gerät eine der mächtigeren Gesellschaften jedoch in eine unterlegene Position, sucht sie mitunter dennoch die Unterstützung des Konvents.
Die Zugehörigkeit zu einer Blutlinie bestimmt nicht zwangsläufig auch die Zugehörigkeit zu einer Vampirgesellschaft. Angehörige unabhängiger Blutlinien können sich einer Vampirgesellschaft anschließen. Sie besitzen dort jedoch weder besondere Rechte noch eine Vertretung ihrer Blutlinie im Rat. Vampire, die sich gegen die offizielle Zugehörigkeit ihrer Blutlinie stellen, gelten häufig als Abtrünnige. Schließen sie sich einer verfeindeten Vampirgesellschaft an oder wählen ein unabhängiges Leben, werden sie von ihrem eigenen Clan meist als Verräter, Ausgestoßene oder Entehrte betrachtet.
CONCILIUM NOCTIS AETERNAE
Der Rat der ewigen Nacht ist eine traditionsbewusste Gesellschaft mächtiger und alteingesessener Vampirblutlinien. Seine Mitglieder beraten gemeinsam über ihre politischen Interessen, den Schutz ihrer Jagdgebiete und den Erhalt ihrer Stellung innerhalb der Vampirwelt. Das Concilium betrachtet sich als rechtmäßige Führungsschicht der Vampire. Es legt großen Wert auf Abstammung, Erfahrung, Rang und die Bewahrung überlieferter Ordnungen. Zu den Blutlinien des ewigen Rates gehören: Die Aurelian Blutlinie, die Gladius Blutlinie, die Lakosta Blutlinie, die Magral Blutlinie und die Taeral Blutlinie.
ORDO ARCANORUM MORTIS
Der Orden der Geheimnisse des Todes vereint Blutlinien, die sich mit Nekromantie, Flüchen, verbotenen Ritualen und den dunklen Geheimnissen der kosmischen Mächte beschäftigen. Der Orden betrachtet den Tod nicht als endgültige Grenze, sondern als Zustand, der erforscht, überwunden und beherrscht werden kann. Seine Mitglieder hüten ihr Wissen eifersüchtig und verfolgen ihre Ziele mit großer Rücksichtslosigkeit. Zu den Blutlinien des Ordens der Geheimnisse des Todes gehören: Die Anhutep Blutlinie, die Arora Blutlinie, die Chamora Blutlinie, die Umbrah Blutlinie und die Xadarach Blutlinie.
CURIA SANGUINIS AZUREI
Der Hof des azurblauen Blutes ist eine Gesellschaft einflussreicher Vampirblutlinien, die großen Wert auf Adel, Abstammung, Besitz und gesellschaftliche Macht legen. Ihre Angehörigen bewegen sich bevorzugt an Fürstenhöfen, in den Häusern mächtiger Familien und in den politischen Zentren der Schreckenszeit. Die Curia betrachtet Herrschaft, Reichtum und höfischen Einfluss als natürliche Rechte mächtiger Vampire. Zu den Blutlinien des Hofes des azurblauen Blutes gehören: Die Drăculea Blutlinie, die Dumont Blutlinie, die Orlok Blutlinie und die Waleska Blutlinie.
CONVENTUS OBSCURUS
Der Konvent der Schatten ist ein Zusammenschluss zahlreicher kleiner und politisch unbedeutender Blutlinien. Viele seiner Mitgliedssippen besitzen nur wenige Angehörige, kleine Jagdgebiete und kaum eigenen Einfluss. Durch ihren Zusammenschluss können sie sich jedoch gegen mächtigere Vampirfamilien behaupten. Auch Vampire, die von ihrer Blutlinie verbannt wurden, findet man hier häufig. Die großen Vampirgesellschaften betrachten den Konvent meist mit Geringschätzung. Seine Mitglieder gelten als schwach, unbedeutend oder von minderwertigem Blut. Dennoch besitzt der Conventus Obscurus aufgrund seiner zahlreichen Sippen, Vampirnester und weit verstreuten Kontakte einen nicht zu unterschätzenden Einfluss. Befindet sich eine der großen Gesellschaften in einer unterlegenen Position, schließt sie gelegentlich auch Bündnisse mit dem Konvent.
UNABHÄNGIGE BLUTLINIEN
Unabhängige Vampirblutlinien gehören keiner Vampirgesellschaft an. Sie verfolgen ihre eigenen Ziele, verteidigen ihre Jagdgebiete selbst und entscheiden von Fall zu Fall, mit welchen Gesellschaften oder Blutlinien sie zusammenarbeiten. Einzelne Angehörige unabhängiger Blutlinien können dennoch einer Vampirgesellschaft beitreten. Zu den unabhängigen Blutlinien gehören: Die Chime Dawa Blutlinie, die Davulos Blutlinie, die Grenmyr Blutlinie, die Higashi no Kage Blutlinie, die Karajapoya Blutlinie, die Stoica Blutlinie, die Volkova Blutlinie und die Xuè Lóng Blutlinie.