MUTANTEN ANNO APOCALYPSI
Seit Tag X hat sich das Leben auf der Erde tiefgreifend verändert. Ivakiemstrahlung, Aetherstürme, verseuchte Landschaften, zerstörte Industrieanlagen und die Folgen des Dimensions-Kataklysmus haben bei vielen Menschen und anderen Lebewesen unterschiedlichste Mutationen verursacht. Manche Veränderungen sind äußerlich kaum sichtbar, andere verändern Körper und Geist so stark, dass ihre Träger auf den ersten Blick kaum noch menschlich wirken. Mutanten leben heute in nahezu allen Regionen der Erde. Viele wohnen gemeinsam mit anderen Menschen in Reststaaten, Städten und befestigten Siedlungen. Andere haben eigene Gemeinschaften gegründet oder leben in Gebieten, deren Umwelt für gewöhnliche Menschen kaum noch bewohnbar ist. Aus einzelnen Überlebenden entstanden im Laufe der Jahrhunderte ganze Familien und Bevölkerungsgruppen, in denen bestimmte Mutationen über Generationen weitergegeben werden.
ENTSTEHUNG DER MUTANTEN A. AP.
Durch den Dimensions-Kataklysmus wurden große Mengen kosmischer Energie freigesetzt. Machtknoten brachen auf, Aetherströme veränderten ihren Verlauf und Ivakiemstrahlung breitete sich über zahlreiche Regionen aus. Menschen, Tiere und Pflanzen reagierten sehr unterschiedlich auf diese Einflüsse. Manche starben innerhalb kurzer Zeit, andere überlebten mit dauerhaften körperlichen oder geistigen Veränderungen. Besonders starke Strahlungsquellen konnten innerhalb weniger Stunden schwere Mutationen hervorrufen. In den Jahrhunderten nach Tag X kamen weitere Ursachen hinzu. Chemische Verseuchung, beschädigte Reaktoren, biologische Kampfstoffe, fehlgeschlagene Experimente und die Z-Seuche veränderten das Leben zusätzlich.
IVAKIEMSTRAHLUNG A. AP.
Die häufigste Ursache außergewöhnlicher Mutationen sind die unterschiedlichen Spektren der Ivakiemstrahlung. Jedes Spektrum besitzt eigene Eigenschaften und kann sehr unterschiedliche Veränderungen hervorrufen. Mit zunehmender Belastung steigt die Gefahr schwerer körperlicher Veränderungen.
KÖRPERLICHE MUTATIONEN A. AP.
Viele Mutationen verändern unmittelbar den Körper. Zusätzliche Gliedmaßen, verhärtete Haut, ungewöhnliche Augen, Klauen, Knochenplatten, veränderte Organe oder stark ausgeprägte Muskulatur gehören zu den bekannten Erscheinungsformen. Andere Veränderungen sind weniger auffällig. Manche Mutanten besitzen eine außergewöhnliche Widerstandskraft gegen Krankheiten, Hitze, Kälte oder Strahlung. Andere benötigen deutlich weniger Nahrung oder Wasser, regenerieren Verletzungen ungewöhnlich schnell oder können in einer Umgebung überleben, die für gewöhnliche Menschen tödlich wäre. Besonders starke Mutationen können den gesamten Körperbau verändern. In den Ödlanden leben deshalb auch Mutanten, deren menschliche Herkunft nur noch an einzelnen Merkmalen erkennbar ist.
GEISTIGE UND SENSORISCHE MUTATIONEN A. AP.
Nicht jede Mutation verändert das äußere Erscheinungsbild. Manche Menschen entwickeln außergewöhnliche Sinne, ungewöhnliche Wahrnehmungen oder Veränderungen ihrer geistigen Fähigkeiten. Einige Mutanten können selbst schwache Strahlungsquellen wahrnehmen, besitzen einen außergewöhnlichen Orientierungssinn oder reagieren auf Veränderungen des Aethers. Andere sehen besser in der Dunkelheit, hören über große Entfernungen oder können Gefahren wahrnehmen, bevor diese sichtbar werden. Solche Fähigkeiten machen Mutanten besonders wertvoll als Kundschafter, Jäger, Führer durch Strahlungsgebiete oder durch gefährliche Ödlande.
VERERBTE MUTATIONEN A. AP.
Viele Veränderungen werden an nachfolgende Generationen weitergegeben. Dadurch existieren mehr als vier Jahrhunderte nach Tag X zahlreiche Familien, Sippen und ganze Siedlungen, deren Bewohner ähnliche körperliche Merkmale besitzen. Über mehrere Generationen können sich solche Eigenschaften stabilisieren. Kinder werden dann bereits mit Merkmalen geboren, die bei ihren Vorfahren erst durch Strahlung entstanden sind. In manchen Regionen entwickelten sich daraus deutlich erkennbare Mutantengemeinschaften mit eigenen Traditionen, Familienverbänden und Lebensweisen.
MUTANTENSIEDLUNGEN A. AP.
Einige Mutantensiedlungen entstanden in verlassenen Städten oder alten Bunkeranlagen, andere mitten in Strahlungsgebieten, Sümpfen, Ruinenlandschaften oder Ödlanden. Viele dieser Siedlungen liegen an Orten, die gewöhnliche Menschen meiden. Manche Bewohner können verseuchtes Wasser vertragen, extreme Temperaturen überstehen oder sich wesentlich besser an die dortigen Bedingungen anpassen. Größere Mutantensiedlungen betreiben Landwirtschaft, Handel und Handwerk und verfügen über eigene Verteidigungsanlagen. Manche unterhalten Beziehungen zu benachbarten Reststaaten oder Küstenbünden, andere bleiben weitgehend unabhängig.
MUTANTEN IN DEN RESTSTAATEN A. AP.
Auch innerhalb größerer Städte und Reststaaten leben zahlreiche Mutanten. Ihre Stellung unterscheidet sich erheblich von Region zu Region. In manchen Staaten besitzen sie dieselben Rechte wie andere Bewohner und arbeiten als Soldaten, Händler, Arbeiter, Ärzte oder Kundschafter. Besonders widerstandsfähige Mutanten werden häufig für Einsätze in verseuchten Gebieten eingesetzt. Andernorts werden Mutanten registriert, überwacht oder aus bestimmten Stadtteilen ausgeschlossen. Sichtbare Veränderungen können Misstrauen und Angst hervorrufen, besonders wenn sie mit gefährlichen Fähigkeiten verbunden sind.
MUTIERTE TIERE A. AP.
In vielen Regionen leben mutierte Raubtiere, Herdentiere, Insekten und andere Geschöpfe. Einige entwickelten größere Körper, Panzerungen, zusätzliche Sinnesorgane oder eine ungewöhnliche Widerstandskraft. Für viele Siedlungen gehören solche Kreaturen zu den größten Gefahren außerhalb befestigter Gebiete. Gleichzeitig werden manche mutierten Tiere gezähmt, gezüchtet oder als Reit-, Zug- und Nutztiere verwendet.
MUTIERTE PFLANZEN A. AP.
Auch Pflanzen reagieren auf die veränderte Umwelt. Manche Arten wachsen besonders gut auf verseuchten Böden, andere speichern Ivakiemstrahlung oder entwickeln giftige Abwehrstoffe. In einigen Ödlanden haben sich ganze Wälder und ausgedehnte Vegetationsgebiete aus mutierten Pflanzen gebildet. Ihre Früchte können wertvolle Nahrung oder Medizin liefern, während andere Arten tödliche Gifte oder aggressive Sporen freisetzen. Für Botaniker, Alchemisten und Heiler sind solche Pflanzen deshalb ebenso wertvoll wie gefährlich.