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MENSCHEN ANNO VAPORIS

Die Menschen bilden das zahlenmäßig größte und am weitesten verbreitete Volk von Anno Vaporis. Sie leben in gewaltigen Metropolen, rauchverhangenen Industriestädten, Hafenvierteln, befestigten Grenzorten, Bergbausiedlungen, ländlichen Dörfern, Kolonien und abgelegenen Wildnissen. Die Kulturen der Welt unterscheiden sich in Sprache, Religion, Herkunft, gesellschaftlicher Ordnung und politischen Überzeugungen ebenso wie in ihrem Verhältnis zu Magie und Technik.

 

NORDAMERIKANISCHE KULTUREN A. VA.

Die Menschen der Vereinigten und der Konföderierten Staaten der Dampfnation teilen eine gemeinsame Geschichte, sind seit dem Sezessionskrieg jedoch dauerhaft politisch getrennt. Beide Staaten besitzen große Städte, Eisenbahnnetze, Industrieanlagen, Luftschiffhäfen und eine hoch entwickelte Dampftechnik und Metatronik. In den Vereinigten Staaten der Dampfnation prägen Industrie, Wissenschaft und technische Entwicklung besonders die großen Städte des Nordens. Washington, D. C., New York, Chicago, Philadelphia und andere Metropolen sind Zentren von Politik, Handel und Forschung. Menschen und Andersvölker kämpfen dort seit Generationen um gleiche Rechte und gesellschaftliche Anerkennung. Die Konföderierten Staaten der Dampfnation entwickelten sich gesellschaftlich anders. Plantagenwirtschaft, Großgrundbesitz und konservative politische Strukturen besitzen größeren Einfluss. Magiebegabte und Andersvölker wurden dort über lange Zeit besonders stark verfolgt. Bewegungen wie der Anti-Aetherklan prägten diese Geschichte ebenso wie Widerstandsgruppen und Fluchtnetzwerke. Zwischen Nord und Süd herrscht ein angespannter Frieden. Beide Dampfnationen sind wirtschaftlich voneinander abhängig und zugleich politische Rivalen. Ihre gemeinsame Furcht vor dem Aetherimperium zwingt sie dennoch immer wieder zur Zusammenarbeit.

VÖLKER DER CHIEFLANDS A. VA.

Die Chieflands werden von zahlreichen indigenen Völkern der Westfeste bewohnt. Sie besitzen eigene Sprachen, Gesellschaftsformen, Traditionen und Glaubensvorstellungen. Der Große Rat der Chieflands verbindet viele dieser Gemeinschaften. Die Šóta-Pflanze besitzt für zahlreiche Völker eine besondere Bedeutung. Während die Dampfnationen diese Pflanze vor allem als Rohstoff für Maschinen und Industrie betrachten, warnen die Schamanen der Chieflands seit Jahrhunderten davor, dass ein übermäßiger Verbrauch das Gleichgewicht zwischen der stofflichen Welt und dem Aetherraum beschädigen kann. Die Chieflands sind technologisch keineswegs rückständig, doch viele Gemeinschaften entscheiden selbst, welche fremden Technologien sie übernehmen und welche sie ablehnen.

KANADIER UND NEUFUNDLÄNDER A. VA.

Das Dominion Kanada und das Dominion Neufundland sind eng mit dem Britischen Weltreich verbunden. Englische und französische Traditionen treffen dort auf zahlreiche indigene Kulturen und Einwanderergemeinschaften. Große Städte und Hafenanlagen liegen vor allem entlang wichtiger Verkehrswege, während sich im Norden gewaltige Wälder, Seenlandschaften, Gebirge und arktische Regionen erstrecken. Eisenbahnen und Luftschiffrouten verbinden viele Siedlungen miteinander, können die enormen Entfernungen jedoch nicht vollständig überwinden. Das Dominion Neufundland ist besonders durch Fischerei, Seefahrt und den Nordatlantik geprägt. Seine Häfen gehören zu den wichtigen Stationen zwischen West- und Ostfeste.

MEXIKANISCHE KULTUREN A. VA.

Mexiko verbindet indigene, spanische und zahlreiche regionale Traditionen. Moderne Städte, Eisenbahnlinien, Bergwerke und Industrieanlagen stehen ländlichen Regionen und alten Kulturzentren gegenüber. Archäologen und Aetherforscher untersuchen Tempel, Ruinen und versunkene Städte vergangener Reiche. Dabei geraten moderne Wissenschaft und alte Überlieferungen immer wieder aneinander. 

MITTELAMERIKANISCHE KULTUREN A. VA.

Guatemala, Honduras, El Salvador, Nicaragua, Costa Rica und Panama bilden einen kulturell und politisch vielfältigen Raum zwischen den großen Machtzentren der Westfeste. Indigene Traditionen verbinden sich mit europäischen und afrikanischen Einflüssen. Landwirtschaft, Handel, Hafenstädte und Rohstoffgewinnung besitzen große Bedeutung. Eisenbahnen und Dampfschiffe verbinden die Region zunehmend mit den internationalen Märkten. Besondere strategische Bedeutung besitzt die Panamakanalzone. Händler, Matrosen, Soldaten, Ingenieure und Agenten zahlreicher Staaten treffen dort aufeinander.

KARIBISCHE KULTUREN A. VA.

Kuba, Haiti und die Dominikanische Republik gehören zu den wichtigsten eigenständigen Staaten der Karibik, während weitere Inseln unter kolonialer Herrschaft stehen. Afrikanische, europäische und regionale Traditionen haben über Jahrhunderte vielfältige Kulturen hervorgebracht. Hafenstädte, Landwirtschaft und Seefahrt bestimmen große Teile des Lebens. Alte Vorstellungen über Geister, Ahnen und die Toten bestehen neben moderner Technik und Aetherwissenschaft fort. Schmuggler, Handelshäuser und Geheimdienste nutzen die zahlreichen Inseln und abgelegenen Buchten. Versunkene Schiffe und verlassene Befestigungen erinnern an Jahrhunderte von Krieg, Piraterie und kolonialer Konkurrenz.

SÜDAMERIKANISCHE KULTUREN A. VA.

Kolumbien, Venezuela, Ecuador, Peru, Bolivien, Chile, Argentinien, Paraguay, Uruguay und Brasilien umfassen gewaltige Landschaften und eine große kulturelle Vielfalt. Küstenstädte und Industriezentren stehen den Anden, den Ebenen des Südens und den riesigen Regenwäldern gegenüber. Indigene Kulturen, europäische Einflüsse und die Nachfahren afrikanischer Bevölkerungsgruppen prägen die unterschiedlichen Regionen. Eisenbahnen, Dampfschiffe und Luftschiffrouten verbinden große Zentren miteinander. Im Landesinneren bestehen jedoch weiterhin Gebiete, die nur wenig erschlossen sind. Forscher und Schatzsucher ziehen dort auf der Suche nach seltenen Pflanzen, alten Ruinen und vergessenen Artefakten in die Wildnis.

BRITISCHE UND IRISCHE KULTUREN A. VA.

Das Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland gehört zu den bedeutendsten Staaten des Europäischen Kronenbundes und bildet zugleich das Zentrum des Britischen Weltreiches. Engländer, Schotten, Waliser und Iren bewahren eigene regionale Identitäten. London ist eine der größten Metropolen der Dampfzeit und ein Zentrum von Handel, Wissenschaft, Politik und Metatronik. Luftschiffhäfen, Bahnhöfe, Fabriken, Universitäten und Magierakademien bestimmen das moderne Stadtbild. Außerhalb der großen Städte bestehen jedoch zahlreiche ältere Traditionen fort.

FRANZÖSISCHE KULTUREN A. VA.

Die Französische Republik gehört zu den wichtigsten Mitgliedern des Europäischen Kronenbundes. Paris ist ein bedeutendes Zentrum von Kunst, Mode, Wissenschaft, Politik und Metatronik. Bretonen, Basken, Provenzalen und zahlreiche andere regionale Gemeinschaften bewahren ihre Traditionen. Über das Französische Kolonialreich gelangen Menschen, Waren und Ideen aus zahlreichen Teilen Afrikas und Asiens in die französischen Hafenstädte. Gleichzeitig wächst in vielen Kolonien der Widerstand gegen die politische und wirtschaftliche Kontrolle aus Europa.

DEUTSCHE KULTUREN A. VA.

Das Deutsche Kaiserreich gehört zu den bedeutendsten Industrie- und Wissenschaftsmächten des Europäischen Kronenbundes. Maschinenbau, Metallurgie, Chemie und Metatronik besitzen einen hohen Stellenwert. Menschliche Ingenieure arbeiten seit Jahrhunderten mit zwergischen Metallhandwerkern, goblinischen Mechanikern und anderen Andersvölkern zusammen. Universitäten, technische Hochschulen, Werkstätten und Magierakademien konkurrieren um neue Erfindungen. Trotz des gemeinsamen Kaiserreiches bleiben regionale Unterschiede stark ausgeprägt. Alte Königreiche, Landschaften, Dialekte und Traditionen prägen weiterhin das Leben.

DONAUKULTUREN A. VA.

Die Österreichisch-Ungarische Monarchie ist ein Vielvölkerreich aus Deutschen, Ungarn, Tschechen, Slowaken, Kroaten, Slowenen und zahlreichen weiteren Gemeinschaften. Wien, Prag und Budapest gehören zu den wichtigsten kulturellen und wissenschaftlichen Zentren der Ostfeste. Universitäten, Kaffeehäuser, Werkstätten, Künstler und Magier prägen das Leben dieser Städte. Im Osten liegt die Monarchie zugleich nahe an den Grenzen des Aetherimperiums. Befestigungen, Luftschiffstützpunkte und gemeinsame Verteidigungsanlagen des Kronenbundes gehören dort zum alltäglichen Landschaftsbild.

ITALIENISCHE KULTUREN A. VA.

Italien besitzt starke regionale Identitäten. Rom, Florenz, Mailand, Venedig, Genua und Neapel gehören zu den bedeutenden Städten der Ostfeste. Kunst, Wissenschaft, Mechanik und Magie beeinflussen sich seit Jahrhunderten gegenseitig. Die Erfindungen Leonardo da Vincis werden in modernen Werkstätten und Akademien weiterentwickelt. Automaten, Flugmaschinen und kunstvoll gestaltete Apparate besitzen hier eine lange Geschichte. Neben modernen Industriezentren bestehen alte Adelsfamilien, religiöse Institutionen und geheime Gesellschaften fort.

IBERISCHE KULTUREN A. VA.

Spanien, Portugal und das Fürstentum Andorra gehören zum Europäischen Kronenbund. Kastilier, Katalanen, Basken, Galicier, Portugiesen und zahlreiche weitere Gemeinschaften bewahren eigene Sprachen und Traditionen. Madrid, Barcelona, Lissabon und andere Städte sind moderne Zentren von Handel und Industrie. Ihre lange Geschichte als Seemächte verbindet die Iberische Halbinsel bis heute eng mit Afrika, der Westfeste und zahlreichen Kolonialgebieten.

NORDISCHE KULTUREN A. VA.

Dänemark, Norwegen und Schweden gehören zum Europäischen Kronenbund. Moderne Hafenstädte und Industriezentren stehen gewaltigen Wäldern, Fjorden und Gebirgen gegenüber. Menschen und Andersvölker leben hier seit Jahrhunderten eng miteinander. Der Trollkrieg des 16. Jahrhunderts führte zu politischen Vereinbarungen über Täler, Berggebiete und Verkehrswege, deren Folgen bis heute spürbar sind. Seefahrt, Fischerei, Bergbau und Holzgewinnung gehören neben moderner Aethertechnik zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen.

BALKANVÖLKER A. VA.

Auf dem Balkan leben Griechen, Serben, Bulgaren, Albaner, Montenegriner und zahlreiche weitere Gemeinschaften. Die Region liegt zwischen den Machtbereichen des Europäischen Kronenbundes und des Osmanischen Reiches. Große Städte und Verkehrswege sind modernisiert, während abgelegene Gebirge und Täler viele ältere Traditionen bewahrt haben. Geschichten über Vampire, Werwesen, Geister und verfluchte Familien sind hier besonders verbreitet.

VÖLKER DES AETHERIMPERIUMS A. VA.

Das Aetherimperium beherrscht große Gebiete im Osten der Ostfeste. Sankt Petersburg ist das politische, militärische und mystische Zentrum des Reiches und Sitz des unsterblichen Aetherzaren Rasputin. Innerhalb des Imperiums leben zahlreiche Völker, Sprachen und regionale Kulturen. Ihre Traditionen bestehen fort, werden jedoch von der zentralen imperialen Ordnung überlagert. Religion, Magie, Wissenschaft und technische Entwicklung stehen unter staatlicher Kontrolle. Magiebegabte müssen sich registrieren lassen, und unabhängige Schulen oder Forschungseinrichtungen werden nicht geduldet. Loyalität gegenüber dem Aetherzaren eröffnet Zugang zu Macht und Wissen, während Gegner des Regimes verfolgt werden. Abseits der großen Städte und Militärzentren existieren jedoch abgelegene Regionen, in denen der Einfluss des Imperiums schwächer ist und lokale Traditionen stärker fortbestehen.

OSMANISCHE KULTUREN A. VA.

Das Osmanische Reich gehört weiterhin zu den bedeutenden Mächten zwischen Europa, Afrika und Asien. Türken, Griechen, Araber, Armenier, Slawen, Juden und zahlreiche weitere Gemeinschaften leben innerhalb seiner Grenzen. Konstantinopel ist eines der wichtigsten Handelszentren der Welt. Dampfschiffe, Eisenbahnen und Luftschiffe treffen dort auf Paläste, Moscheen, Basare und jahrhundertealte Stadtviertel. Das Reich verbindet moderne Verwaltung und Technik mit alten politischen und religiösen Institutionen. Seine Lage zwischen Kronenbund, Aetherimperium, Afrika und Asien macht es zu einem bedeutenden Zentrum von Handel und Diplomatie.

ARABISCHE KULTUREN A. VA.

Arabische Kulturen erstrecken sich von Ägypten und der Levante über die Arabische Halbinsel bis an den Persischen Golf. Kairo, Damaskus, Bagdad und zahlreiche Hafenstädte sind Zentren von Handel, Wissenschaft und Gelehrsamkeit. Eisenbahnen, Dampfschiffe und Luftschiffe ergänzen die alten Karawanenwege.

PERSISCHE KULTUREN A. VA.

Persien liegt zwischen dem Osmanischen Reich, dem Aetherimperium, Zentralasien und Indien. Seine Städte besitzen eine lange Tradition von Handel, Wissenschaft, Dichtung und Kunst. Moderne Verkehrswege verbinden alte Handelszentren miteinander. Gleichzeitig bestehen religiöse und regionale Traditionen fort, deren Ursprünge weit vor die Dampfzeit zurückreichen. Archäologen und Aetherforscher interessieren sich besonders für Relikte früherer Reiche und uralte Ruinen.

ZENTRALASIATISCHE KULTUREN A. VA.

Zwischen Persien, China, Indien und dem Aetherimperium liegen zahlreiche Städte, Oasen, Gebirge und Steppengebiete. Turksprachige, mongolische, persischsprachige und weitere Gemeinschaften leben entlang alter Handelswege, die inzwischen durch Eisenbahnlinien und Luftschiffrouten ergänzt werden. Die Region besitzt große strategische Bedeutung. Händler, Diplomaten, Forscher und Agenten verschiedener Mächte konkurrieren um Einfluss, Rohstoffe und den Zugang zu abgelegenen Gebieten.

INDISCHE KULTUREN A. VA.

Der indische Subkontinent umfasst zahlreiche Sprachen, Religionen und regionale Kulturen. Große Städte, Industriezentren und Häfen stehen ländlichen Regionen, Tempelstädten und alten Fürstentümern gegenüber. Hindus, Muslime, Sikhs, Jains, Buddhisten und weitere Glaubensgemeinschaften leben in unterschiedlichen gesellschaftlichen Ordnungen. Große Teile der Region stehen weiterhin unter dem Einfluss des Britischen Weltreiches. Eisenbahnen und Hafenanlagen verbinden Indien eng mit Afrika, Europa und den Handelswegen des Indischen Ozeans.

CHINESISCHE KULTUREN A. VA.

Das Kaiserreich China umfasst gewaltige Landschaften und zahlreiche regionale Gemeinschaften. Küstenmetropolen und Industriezentren stehen landwirtschaftlichen Gebieten, Gebirgen und abgelegenen Regionen gegenüber. Dampfmaschinen, Eisenbahnen, elektrische Technik und Aetherwissenschaften prägen besonders die großen Städte. Gleichzeitig spielen Familie, regionale Traditionen und klassische Bildung weiterhin eine bedeutende Rolle. Daoistische Meister, buddhistische Gemeinschaften und traditionelle Geisterkundige beschäftigen sich noch immer mit Erscheinungen, die auch moderne Aetherwissenschaftler nicht vollständig erklären können.

JAPANISCHE KULTUREN A. VA.

Das Kaiserreich Japan ist eine bedeutende Industrie- und Militärmacht der Ostfeste. Moderne Großstädte, Werften, Eisenbahnnetze und Aethertechnik verbinden sich mit einer starken kaiserlichen Tradition. Wissenschaftler, Unternehmer, Offiziere und Beamte besitzen großen gesellschaftlichen Einfluss. Samuraifamilien haben ihre frühere politische Stellung weitgehend verloren, doch viele ihrer Vorstellungen über Pflicht, Familie und Ehre wirken weiterhin fort. Yōkai, Oni und Geister sind niemals vollständig aus der Welt verschwunden. Schreine, religiöse Gemeinschaften und spezialisierte Jäger beschäftigen sich mit jenen Wesen, die eine Gefahr darstellen.

KOREANISCHE KULTUREN A. VA.

Korea besitzt eine lange Tradition eigener Sprache, Bildung und gesellschaftlicher Ordnung und steht zugleich im Einflussbereich der großen Mächte Ostasiens. Moderne Städte und Verkehrswege haben das Land stark verändert, während konfuzianische, buddhistische und schamanische Traditionen weiterhin fortbestehen. Geister, Ahnen und örtliche Schutzwesen spielen besonders außerhalb der großen Städte weiterhin eine bedeutende Rolle.

TIBETER UND HIMALAYAVÖLKER A. VA.

Tibet, Nepal, Bhutan und Sikkim liegen in den gewaltigen Gebirgslandschaften des Himalaya. Buddhistische und hinduistische Traditionen prägen große Teile der Region. Klöster und alte Pilgerwege besitzen neben modernen Verkehrswegen weiterhin große Bedeutung. Die schwer zugänglichen Gebirge haben zahlreichen Gemeinschaften erlaubt, ihre eigenen kulturellen und politischen Traditionen zu bewahren. Gleichzeitig interessieren sich Forscher und Großmächte für verborgene Täler und alte Ruinen.

MONGOLISCHE UND STEPPENKULTUREN A. VA.

Das Königreich Mongolei und die angrenzenden Steppengebiete werden von Gemeinschaften geprägt, deren Geschichte eng mit Pferdezucht, Viehhaltung und den großen Handelswegen Eurasiens verbunden ist. Städte und moderne Verkehrsmittel gewinnen an Bedeutung, doch bewegliche Lebensweisen bestehen in vielen Regionen weiterhin. Schamanische und buddhistische Traditionen stehen neben moderner Bildung und Technik. Die weiten Landschaften machen staatliche Kontrolle außerhalb der großen Verkehrswege schwierig.

SÜDOSTASIATISCHE KULTUREN A. VA.

Südostasien umfasst das Königreich Siam sowie zahlreiche Kolonialgebiete, Inseln und regionale Gemeinschaften. Buddhismus, Islam, Hinduismus und örtliche Religionen prägen unterschiedliche Teile der Region. Große Hafenstädte verbinden China, Indien, Afrika und die Inselwelten des Pazifiks miteinander. Gewürze, seltene Pflanzen, Metalle und andere Rohstoffe ziehen Handelsgesellschaften und Kolonialmächte an. Wälder, Vulkane und abgelegene Inseln bergen zugleich zahlreiche übernatürliche Gefahren.

NORDAFRIKANISCHE KULTUREN A. VA.

Nordafrika verbindet Europa mit der Sahara und den Handelswegen des Nahen Ostens. Arabische und berberische Gemeinschaften prägen große Teile der Region. Ägypten besitzt durch den Nil, den Suezraum und seine Verbindung zum Roten Meer besondere Bedeutung. Kairo ist eine bedeutende Metropole der Dampfzeit. Moderne Technik steht dort unmittelbar neben Bauwerken, die mehrere Jahrtausende alt sind. Archäologen und Aetherforscher untersuchen weiterhin Pyramiden, Tempel und Nekropolen.

ABESSINIER UND HABESHA A. VA.

Das Kaiserreich Abessinien gehört zu den bedeutenden unabhängigen Staaten Afrikas. Amharen, Tigrayer und zahlreiche weitere Gemeinschaften besitzen lange christliche, königliche und schriftliche Traditionen. Klöster, Kirchen und Archive bewahren Handschriften und Reliquien aus vergangenen Jahrhunderten. Gebirge und schwer zugängliche Hochländer haben zahlreiche regionale Traditionen bis in die Gegenwart erhalten.

WESTAFRIKANISCHE KULTUREN A. VA.

Westafrika wird von einer großen Vielfalt an Völkern, Sprachen und Traditionen geprägt. Küstenstädte, Savannen, Flusslandschaften und alte Handelszentren bilden unterschiedliche Lebensräume. Einige Gebiete stehen unter kolonialer Herrschaft, während Liberia als unabhängiger Staat besteht. Europäische Unternehmen und Verwaltungen kontrollieren vielerorts Häfen, Eisenbahnen und Rohstoffgebiete. Örtliche Religionen, islamische Gelehrsamkeit und Ahnenkulte bestehen weiterhin nebeneinander.

ZENTRALAFRIKANISCHE KULTUREN A. VA.

Zentralafrika umfasst gewaltige Regenwälder, Flusssysteme und zahlreiche kulturell unterschiedliche Gemeinschaften. Kolonialreiche kontrollieren große Gebiete vor allem entlang von Flüssen, Bahnlinien, Bergwerken und Verwaltungszentren. Abseits dieser Räume bleibt ihr tatsächlicher Einfluss vielerorts begrenzt. Fremde Expeditionen suchen nach Rohstoffen, seltenen Pflanzen und unerforschten Regionen. 

SUAHELI- UND OSTAFRIKANISCHE KÜSTENKULTUREN A. VA.

Die Küsten Ostafrikas sind seit Jahrhunderten mit Arabien, Persien und Indien verbunden. Afrikanische, arabische, persische und indische Einflüsse prägen die großen Hafenstädte. Dampfschiffe und Luftschiffe haben den Handel beschleunigt, traditionelle Seewege jedoch nicht vollständig ersetzt. Islamische Traditionen bestehen neben örtlichen Vorstellungen über Geister, Ahnen und Meereswesen.

AUSTRALISCHE KULTUREN A. VA.

Das Commonwealth Australien gehört zu den großen Staaten der Südfeste. Die meisten Menschen leben in den Küstenstädten, während das Landesinnere nur dünn besiedelt ist. Bergbau, Viehzucht, Industrie und Handel prägen die Wirtschaft. Aborigines bewahren zahlreiche eigene Sprachen und kulturelle Traditionen. Ihre Geschichte ist zugleich von Landverlust und Konflikten mit der von europäischen Siedlern geprägten Mehrheitsgesellschaft bestimmt.

NEUSEELÄNDISCHE UND MĀORI-KULTUREN A. VA.

Das Dominion Neuseeland wird sowohl von europäischen Siedlergemeinschaften als auch von den Māori geprägt. Städte, Landwirtschaft und Seehandel verbinden die Inseln eng mit Australien und dem Britischen Weltreich. Māori bewahren eigene Sprache, Stammesbindungen und kulturelle Traditionen. Landrechte und politische Selbstbestimmung gehören weiterhin zu den wichtigen gesellschaftlichen Fragen.

HAWAIIANISCHE KULTUREN A. VA.

Das Königreich Hawaii hat seine Eigenständigkeit bewahrt und gehört zu den bedeutenden Staaten der Südfeste. Hawaiianische Traditionen verbinden sich mit den Einflüssen von Händlern, Reisenden und Einwanderern aus der Westfeste, Ostasien und anderen Teilen des Pazifiks. Die Lage zwischen den großen Seemächten macht das Königreich wirtschaftlich und strategisch bedeutend. Häfen und Luftschiffstationen verbinden die Inseln mit mehreren Kontinenten.

TONGANISCHE UND POLYNESISCHE KULTUREN A. VA.

Das Königreich Tonga gehört zu den unabhängigen Staaten der pazifischen Inselwelt. Seefahrt, Familienverbände und traditionelle gesellschaftliche Strukturen spielen weiterhin eine bedeutende Rolle. Gleichzeitig haben Dampfschiffe, Luftschiffe und internationale Handelswege die Inseln enger mit den Großmächten verbunden. Andere polynesische Inseln stehen unter verschiedenen kolonialen Verwaltungen, bewahren jedoch eigene Sprachen und kulturelle Traditionen.

JÜDISCHE GEMEINDEN A. VA.

Jüdische Gemeinden leben in zahlreichen Ländern der Ost-, West- und Südfeste. Sie unterscheiden sich in Sprache, Herkunft und regionalen Traditionen und sind zugleich durch Religion, Geschichte und weitreichende familiäre Netzwerke miteinander verbunden. Jahrhunderte der Verfolgung haben viele Gemeinden geprägt. In der Dampfzeit bestehen neben alten religiösen Zentren moderne jüdische Gemeinden in zahlreichen Industriestädten und Handelsmetropolen.

ROMA A. VA.

Roma leben über große Teile der Ostfeste und darüber hinaus verstreut. Manche Gemeinschaften sind seit Generationen sesshaft, während andere weiterhin zwischen Städten und Ländern reisen. Sprache, Berufe und Lebensweisen unterscheiden sich erheblich. Vorurteile und gesellschaftliche Ausgrenzung bestehen vielerorts fort. Zugleich besitzen zahlreiche Familien weitreichende Verbindungen über staatliche Grenzen hinweg und bewahren ihre alten Überlieferungen.

MENSCHEN DER KOLONIALREICHE A. VA.

Ein großer Teil der Welt steht weiterhin unter dem Einfluss großer Kolonialreiche. Das Britische, Französische, Deutsche, Belgische, Niederländische, Portugiesische, Italienische und Spanische Kolonialreich sowie das Japanische Kaiserreich und die Amerikanische Überseeverwaltung kontrollieren zahlreiche Gebiete außerhalb ihrer eigentlichen Kernländer. Kolonialbeamte, Soldaten, Händler und Unternehmen kontrollieren vielerorts Häfen, Eisenbahnen, Bergwerke und Plantagen. Dampf- und Aethertechnik dienen dabei nicht nur wirtschaftlichem Fortschritt, sondern auch der Aufrechterhaltung politischer Herrschaft. Gleichzeitig wachsen in zahlreichen Regionen Bewegungen, die größere Selbstbestimmung, Gleichberechtigung oder vollständige Unabhängigkeit fordern. Menschen und Andersvölker stehen dabei nicht zwangsläufig auf derselben Seite. Herkunft, gesellschaftliche Stellung und wirtschaftliche Interessen können ebenso entscheidend sein wie die Zugehörigkeit zu einem Volk.

DIE MENSCHHEIT DER DAMPFZEIT A. VA.

Die Menschen von Anno Vaporis leben im Jahr 2025 in einer Welt, deren Entwicklung einen völlig anderen Weg genommen hat als jene von Anno Mysterii. Dampfkraft und Metatronik werden immer weiterentwickelt. Der Europäische Kronenbund verbindet Monarchien, Republiken und Fürstentümer. Im Osten herrscht der unsterbliche Aetherzar über sein Aetherimperium. In der Westfeste stehen die beiden Dampfnationen und die Chieflands einander gegenüber. Ein jahrzehntelanges Wettrüsten hat mechanische Heere, Aetherwaffen und Luftschiffflotten hervorgebracht. Gleichzeitig ist die Welt enger miteinander verbunden als jemals zuvor. Menschen reisen mit Luftschiffen über die Ozeane, mit gepanzerten Eisenbahnen durch ganze Kontinente und mit Dampfschiffen über die großen Meere. Wissenschaftler untersuchen Magie, Ingenieure bauen Dampf- und Aethermaschinen und Andersvölker arbeiten in denselben Fabriken, Universitäten und Verwaltungen wie Menschen. Doch Fortschritt hat weder Krieg noch Unterdrückung oder alte Ängste beseitigt. Kolonialreiche bestehen weiterhin, Magiebegabte werden in manchen Ländern überwacht und Andersvölker kämpfen vielerorts noch immer um gesellschaftliche Anerkennung. Auch die Monster von Anno Terroris sind niemals vollständig verschwunden. Sie wurden aus vielen besiedelten Gebieten verdrängt, leben jedoch in abgelegenen Landschaften, Ruinen und verborgenen Gesellschaften weiter.

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