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CHRONIK ANNO APOCALYPSI

(Chronik der Endzeit)

Endzeit

„Ich bin Kalyr, erster Chronos der Erde, und ich möchte euch vom Untergang dreier Wirklichkeiten und der Geburt einer neuen Welt erzählen – denn ich war dabei. An jenem Tag, den die Überlebenden nur Tag X nennen, zerbrachen die Grenzen zwischen den Welten. Der Himmel brannte, die Erde bebte und selbst die Zeit verlor ihren verlässlichen Lauf. Wir Chronos versuchten zu retten, was noch zu retten war, und woben ein schützendes, doch hauchdünnes Zeitgespinst um die Erde, um sie vor der endgültigen Vernichtung durch Nihil zu bewahren. Was danach blieb, war eine Welt voller Trümmer, Leid und Elend. Mehrere Jahrhunderte sind seitdem vergangen, und noch immer kämpfen die Bewohner dieser Erde um Schutz, Nahrung, Macht und Hoffnung. Diese Ära nennen wir Chronos Anno Apokalypsi – die Endzeit. Ich will euch nun von jenen erzählen, die in ihr überlebt haben – und von denen, die vielleicht auch ihr Ende überdauern werden.“

RÜCKBLICK ANNO VAPORIS, ANNO MYSTERII UND ANNO SUPERIOR

Vor Tag X existieren Anno Vaporis, Anno Mysterii und Anno Superior als voneinander getrennte Parallelwelten. Jede dieser Wirklichkeiten besitzt eine eigene Geschichte und eigene politische Ordnungen. Anno Vaporis wird vom blauen Mond begleitet. Dampfmaschinen, Aethertechnik, alchemistische Apparaturen und mechanische Konstruktionen prägen die Welt. Luftschiffe, Dampffahrzeuge und magisch-technische Maschinen stehen neben alten Monarchien, Industriebünden und Andersvölkern. Über Anno Mysterii steht ein weißer Mond. Magie und mystische Kreaturen kehren schrittweise in eine Welt zurück, die ihre übernatürliche Vergangenheit beinahe vollständig vergessen hat. Regierungen, Aetherministerien, erwachte Gemeinschaften und geheime Organisationen ringen um die Kontrolle des Erwachens. Auch Anno Superior besitzt einen weißen Mond. Das Augment-Gen verändert die Menschheit und führt zur Entstehung von Superhelden, Superschurken, Augmentierten und mächtigen Konzernen. Staaten, META-Akademien und private Institutionen versuchen, die neuen Kräfte zu kontrollieren oder für ihre eigenen Ziele zu nutzen. In den letzten Jahren vor Tag X werden in allen drei Wirklichkeiten ungewöhnliche Erscheinungen beobachtet. Messinstrumente fallen aus, Aetherströme verändern ihre Richtung und fremde Landschaften erscheinen für wenige Augenblicke an Orten, an die sie nicht gehören. Einige Wissenschaftler und Chronisten erkennen Zusammenhänge zwischen den Ereignissen. Ihre Warnungen werden jedoch nicht ernst genommen oder erreichen die Verantwortlichen zu spät.

ZEITALTER DES DIMENSIONS-KATAKLYSMUS

0 n. X. – Weltweit: Die Grenzen zwischen Anno Vaporis, Anno Mysterii und Anno Superior brechen zusammen. Die Verschmelzung der drei Parallelwelten beginnt. Dieser Tag wird später als Tag X bezeichnet und bildet den Beginn einer neuen Zeitrechnung. Städte, Landschaften, Gewässer und Bauwerke aus den drei Wirklichkeiten überlagern sich. Viele Orte werden vollständig zerstört, während andere in veränderter Form Bestandteil der neuen Erde werden. Gewaltige Wassermassen fließen zusammen. Der Meeresspiegel steigt dauerhaft um etwa siebzig Meter. Küstenebenen, Flussniederungen und tiefliegende Landschaften werden überflutet. Chronotektonische Brüche, Absenkungen und Verschiebungen verändern weitere Regionen. Neue Meeresarme, Inseln, Binnengewässer und Küsten entstehen. Der weiße Mond von Anno Superior kollidiert mit dem blauen Mond von Anno Vaporis. Gewaltige Bruchstücke stürzen auf die Erde oder verbleiben als Trümmerfeld im Orbit. Der weiße Mond von Anno Mysterii übersteht den Kataklysmus und umkreist fortan die neue Erde. Kommunikationsnetze, Verkehrswege und Energieversorgung brechen zusammen. Regierungen verlieren den Kontakt zu ihren Provinzen. Militärverbände, Stadtverwaltungen, Konzernniederlassungen und örtliche Gemeinschaften beginnen unabhängig voneinander zu handeln. Erste Zeitrnarben entstehen. Menschen, Tiere, Maschinen und ganze Gebäudeteile verschwinden oder erscheinen an weit entfernten Orten. Manche kehren Stunden, Jahre oder Jahrzehnte später zurück.

0–1 n. X. – Weltweit: Erdbeben, Überflutungen, Dimensionsstürme und Mondtrümmerfälle verwüsten die Erde. Manche Regionen werden unmittelbar zerstört, andere erst Wochen oder Monate nach Tag X. Kernkraftwerke, Industrieanlagen, Forschungseinrichtungen und militärische Stützpunkte werden beschädigt oder aufgegeben. In mehreren Konflikten kommen während und nach dem Zusammenbruch auch Atomwaffen zum Einsatz. Die ersten großen Flüchtlingsbewegungen beginnen. Überlebende suchen Schutz in Gebirgen, Hochländern, Bunkern, Bergwerken, militärischen Anlagen und befestigten Konzerngebieten.

ZEITALTER DER KATAKLYSMISCHEN JAHRE

1–5 n. X. – Weltweit: Die unmittelbaren Folgen der Verschmelzung halten an. Nachbeben, regionale Überflutungen, Dimensionsstürme und verspätete Mondtrümmereinschläge verändern die Erde weiter. Seuchen, Hunger, verseuchte Nahrung und der Zusammenbruch der medizinischen Versorgung fordern weitere Opfer. Zahlreiche Siedlungen, die Tag X überstanden hatten, werden nachträglich aufgegeben. Mutationen treten besonders häufig in Strahlungsgebieten, Einschlagszonen und Regionen mit starker Aether- oder Ivakiemstrahlung auf. Einige Veränderungen erweisen sich später als erblich.

2 n. X. – Europa: Mehrere verbliebene Regierungen versuchen, gemeinsame Notstandsverwaltungen zu errichten. Die meisten dieser Zusammenschlüsse zerfallen an fehlenden Nachrichtenwegen, Versorgungsproblemen und politischen Konflikten.

2–4 n. X. – Nordamerika: Überlebende Militärkommandos, Bundesstaaten und örtliche Regierungen erklären sich zu rechtmäßigen Notstandsverwaltungen der Vereinigten Staaten. Ihre Befehle erreichen jedoch nur noch einzelne Regionen.

3 n. X. – Asien: Erste Berichte über selbstständig weiterarbeitende Fabriken, Kliniken und Schutzanlagen werden bekannt. Viele Systeme erkennen keine neuen menschlichen Befehlshaber an.

3–5 n. X. – Weltweit: Erste Expeditionen versuchen, Zeitnarben gezielt zu durchqueren. Zahlreiche Gruppen verschwinden. Andere kehren verändert oder zu einem späteren Zeitpunkt zurück.

5 n. X. – Weltweit: Die stärksten Dimensionsstürme lassen nach. Regionale Anomalien, Zeitnarben und instabile Gebiete bleiben jedoch bestehen.

ZEITALTER DES GROSSEN ZUSAMMENBRUCHS

6–20 n. X. – Weltweit: Die früheren weltweiten Versorgungssysteme sind endgültig zerfallen. Viele Großstädte werden verlassen, weil Nahrung, Wasser und Energie nicht mehr ausreichen. Überlebende plündern Lagerhäuser, Militärdepots, Kliniken und Ruinen. Werkzeuge, Medikamente, Saatgut und funktionierende Maschinen werden wertvoller als frühere Währungen.

8 n. X. – Europa: Erste befestigte Gemeinschaften entstehen in den Alpen, den deutschen Mittelgebirgen und dem französischen Zentralmassiv.

9 n. X. – Nordamerika: In den Rocky Mountains schließen sich mehrere militärische und zivile Zufluchten zu einem frühen Kontinuitätsrat zusammen.

11 n. X. – Weltweit: Die letzten international handlungsfähigen Organisationen stellen ihre Arbeit ein oder bestehen nur noch dem Namen nach fort.

12–18 n. X. – Weltweit: Erste Ödland-Regionen erhalten ihre Bezeichnungen. Einige gehen auf den Kataklysmus zurück, andere auf Brände, Kriege, Reaktorunfälle, Seuchen oder gescheiterte Evakuierungen.

14 n. X. – Europa: Mehrere erhaltene Industrieanlagen im Ruhrraum nehmen unter örtlichen Werksleitungen eine eingeschränkte Produktion auf.

16 n. X. – Asien: Verschiedene JiangTech-Datenstationen beginnen, unabhängig voneinander regionale Funk- und Informationsdienste anzubieten.

17 n. X. – Zentralasien: Reisende berichten erstmals von ungewöhnlich großen und widerstandsfähigen Wesen in einem Ödland mit hoher Vwargol-Strahlung. Die wenigen Überlebenden einer Karawane bezeichnen die Kreaturen als Ödlandteufel.

18 n. X. – Nordamerika: Mehrere abgeschottete Anlagen der Roof Company öffnen erstmals wieder ihre äußeren Schleusen. Nur wenige Berichte über die Vorgänge im Inneren gelangen an die Öffentlichkeit.

19 n. X. – China: Mehrere Siedlungen am Rand einer stark verstrahlten Vwargol-Zone werden aufgegeben. Zurückgelassene Berichte erwähnen nächtliche Angriffe durch Wesen, die trotz schwerster Verletzungen weiterkämpfen.

21–37 n. X. – Weltweit: Diese Zeit wird in vielen Regionen als Zeit der verlorenen Städte bezeichnet. Zahlreiche Siedlungen werden durch Hunger, Krankheiten, Kriege oder erneute Katastrophen aufgegeben.

27 n. X. – Zentralasien: In mehreren Gebieten mit hoher Vwargol-Strahlung werden erstmals ungewöhnlich große und äußerst widerstandsfähige Kreaturen gesichtet. Überlebende einer angegriffenen Karawane geben ihnen den Namen Ödlandteufel.

24 n. X. – Weltweit: Erste organisierte Bergungstrupps durchsuchen Ruinen systematisch nach Werkzeugen, Medikamenten, Waffen und technischen Archiven.

29 n. X. – Europa: Mehrere Anlagen der Sander AG schließen gegenseitige Versorgungs- und Verteidigungsabkommen.

33 n. X. – Europa: Befestigte Einrichtungen der Schütz AG beginnen, Flüchtlinge nur noch gegen langfristige Schutz- und Arbeitsverträge aufzunehmen.

36 n. X. – Weltweit: Aus Plünderergruppen, Technikern und ehemaligen Rettungsmannschaften entstehen die ersten dauerhaften Bergungsgilden.

ZEITALTER DER ZUFLUCHTEN

38–60 n. X. – Weltweit: Landwirtschaftliche Siedlungen, befestigte Städte und Werksgemeinschaften stabilisieren ihre Versorgung. Kleine Märkte und kurze Handelswege entstehen.

40 n. X. – Europa: Städte und Siedlungen im Rhein-Main-Gebiet schließen ein erstes gemeinsames Schutzabkommen.

42 n. X. – Südamerika: Hochlandstädte in den Anden vereinbaren den Schutz wichtiger Pässe und landwirtschaftlicher Täler.

45 n. X. – Afrika: Mehrere Gemeinschaften im ostafrikanischen Hochland beginnen, ihre Wasserquellen und Handelswege gemeinsam zu verteidigen.

47 n. X. – Zentralasien: Überlebende einer abgelegenen Siedlung gründen die erste bekannte Echinon-Glaubensgemeinschaft. Ihre Mitglieder betrachten ihre gemeinsamen Erfahrungen in einem Gebiet starker Echinon-Strahlung als religiöse Offenbarung.

48 n. X. – Weltweit: Verschiedene Regierungen berufen sich auf die Nachfolge früherer Staaten.

51 n. X. – Weltweit: Erste Gemeinschaften werden bekannt, in denen erbliche Mutationen einen großen Teil der Bevölkerung betreffen.

53 n. X. – Weltweit: In Europa, Zentralasien und Ostafrika entstehen unabhängig voneinander erste Echinon-Glaubensgemeinschaften. Ihre Lehren unterscheiden sich deutlich.

54 n. X. – Europa: Mehrere befestigte Alpentäler gründen einen gemeinsamen Rat zur Regelung von Wasserrechten, Pässen und Flüchtlingsbewegungen.

58 n. X. – Nordamerika: Erste regelmäßige Handelsfahrten verbinden Siedlungen an den Großen Seen. Eine zusammenhängende Infrastruktur entsteht daraus jedoch nicht.

61–91 n. X. – Weltweit: Einzelne Wege zwischen benachbarten Städten werden regelmäßig genutzt. Die meisten Reisen erfolgen weiterhin zu Fuß, mit Tieren, einfachen Wagen oder kleinen Booten.

63 n. X. – Weltweit: Bewaffnete Karawanen entwickeln feste Regeln und Schutzverträge. Viele bestehen nur wenige Jahre.

67 n. X. – Europa: Erste dauerhafte Verbindungen entstehen zwischen den erhaltenen Städten der Ruhrregion und den südlicher gelegenen Hochlandgebieten.

71 n. X. – Weltweit: Mehrere Zeitnarben bleiben über Monate hinweg am selben Ort aktiv. Staaten, Konzerne und Kulte beginnen, ihre Zugänge zu bewachen.

74 n. X. – Europa: Ein Versuch, eine Zeitnarbe als dauerhafte Verbindung zwischen zwei befestigten Siedlungen zu verwenden, endet mit dem Verschwinden beider Reisegruppen. Danach werden vergleichbare Projekte vielerorts verboten.

78 n. X. – Asien: QiuTech-Nachfolger eröffnen erste Kliniken außerhalb ihrer ursprünglichen Anlagen. Ihre Behandlungen retten zahlreiche Menschen, führen aber zu Berichten über Versuche und verschwundene Patienten.

83 n. X. – Weltweit: Konzernniederlassungen, örtliche Direktorien und ehemalige Notfallstäbe treten zunehmend als eigenständige politische Mächte auf.

89 n. X. – Nordamerika: Verschiedene militärische Kommandos im Gebiet der Rocky Mountains erklären sich zum rechtmäßigen Kern einer erneuerten amerikanischen Bundesregierung.

ZEITALTER DER NACHFOLGEKRIEGE

92–120 n. X. – Weltweit: Regierungen kämpfen um die Nachfolge früherer Staaten. Alte Archive, Hoheitszeichen und Verfassungsurkunden werden ebenso umkämpft wie Land und Ressourcen.

93 n. X. – Europa: Mehrere deutsche Nachfolgeregierungen erklären sich unabhängig voneinander zur rechtmäßigen Fortsetzung Deutschlands.

96 n. X. – Nordamerika: Zwei amerikanische Kontinuitätsregierungen geraten in einen offenen Krieg um militärische Anlagen und alte Regierungsarchive.

99 n. X. – China: Mehrere Regionalregierungen beanspruchen die politische Nachfolge des früheren chinesischen Staates.

102 n. X. – Südamerika: Regierungen im brasilianischen Hochland beginnen einen Krieg um Brasília und die dort erhaltenen Verwaltungsarchive.

105 n. X. – Australien: Canberra wird zum Sitz einer Notstandsregierung, die den Fortbestand Australiens beansprucht.

108 n. X. – Europa: Ein Bündnis aus Städten des Rhein-Main-Gebietes bildet den Vorläufer des späteren Bundesdirektoriums Frankfurt.

112 n. X. – Afrika: Mehrere Hochlandstaaten schließen ein Verteidigungsabkommen gegen Kriegsherren und bewaffnete Bergbaugesellschaften.

116 n. X. – Weltweit: Durch die Nachfolgekriege werden zahlreiche bereits wiederaufgebaute Orte zerstört. Neue Ödlande und Ruinenzonen entstehen.

121–145 n. X. – Weltweit: Die sogenannten Kriege der Häfen beginnen. Neue Küstenstädte, Flottenverbände und Handelsgemeinschaften kämpfen um Ankerplätze, Bergungsrechte und Zugang zu Industrieanlagen.

123 n. X. – Europa: Dortmund, Essen und mehrere kleinere Siedlungen schließen ein Abkommen über Bergungsrechte und die gemeinsame Verteidigung der Ruhrküste.

127 n. X. – Nordamerika: Memphis wird zum wichtigsten befestigten Hafen am neuen Mississippi-Meer.

130 n. X. – Südamerika: Hafenfamilien, Bergungsgesellschaften und Flottenführer teilen die höher gelegenen Bezirke von Manaus untereinander auf.

134 n. X. – Weltweit: Maritime Bergungsunternehmen und überlebende technische Direktorien gründen die ersten Vorläufer des Triton-Konsortiums.

138 n. X. – Südostasien: Mehrere Hafenstädte und Inselgemeinschaften schließen sich zu einer frühen Handelsliga zusammen.

142 n. X. – Weltweit: Piraterie, Menschenraub und Sklavenhandel nehmen entlang der neuen Küsten und Wasserwege stark zu.

146–164 n. X. – Weltweit: Die großen Nachfolgekriege enden ohne eindeutigen Sieger. Keine Regierung kann ihr früheres Staatsgebiet vollständig zurückgewinnen.

149 n. X. – Europa: Mehrere deutsche Nachfolgestaaten erkennen in einem Waffenstillstand ihre jeweiligen tatsächlichen Einflussgebiete an.

153 n. X. – Nordamerika: Die wichtigsten amerikanischen Nachfolgeregierungen stellen ihre großen Feldzüge ein, erkennen einander jedoch weiterhin nicht an.

158 n. X. – Weltweit: Politische Herrschaft wird zunehmend danach beurteilt, ob eine Regierung Versorgung, Schutz und Recht tatsächlich gewährleisten kann.

164 n. X. – Weltweit: Das Ende der großen Nachfolgekriege gilt als Beginn des Zeitalters der neuen Mächte.

ZEITALTER DER NEUEN MÄCHTE

165 n. X. – Europa: Das Bundesdirektorium Frankfurt erhält seine spätere Grundstruktur und erklärt sich zur rechtmäßigen Fortsetzung der früheren Bundesrepublik Deutschland.

169 n. X. – Europa: Aus mehreren Abkommen an der Ruhrküste entsteht der Rheinische Küstenbund.

173 n. X. – Europa: Befestigte Kantone, Bergrepubliken und autonome Täler gründen die Alpenkonföderation.

177 n. X. – Nordamerika: Das Amerikanische Kontinuitätsdirektorium setzt sich in Denver gegen mehrere konkurrierende Regierungen durch.

181 n. X. – Nordamerika: Städte und Agrargebiete an den Großen Seen gründen den Bund der Großen Seen.

185 n. X. – Südamerika: Aus mehreren Hochlandstaaten und Bergstädten entsteht der Andenpakt.

188 n. X. – Afrika: Die Ostafrikanische Hochlandunion wird gegründet.

191–215 n. X. – Weltweit: Mehrere Unternehmensnachfolger treten wieder offen unter den Namen früherer Konzerne auf.

192 n. X. – Europa: Die wichtigsten Werksbezirke der Sander AG erkennen ein gemeinsames Direktorium an.

196 n. X. – Europa: Die Schütz AG vereinheitlicht die Regeln ihrer Enklaven und schließt Schutzverträge mit mehreren Nachfolgestaaten.

199 n. X. – Asien: Mehrere JiangTech-Direktorien vereinbaren gemeinsame technische Standards, ohne eine zentrale Konzernführung anzuerkennen.

203 n. X. – Asien: QiuTech-Kliniken verbreiten neue Verfahren zur Behandlung von Strahlenschäden und gefährlichen Mutationen.

204 n. X. – China: In mehreren Siedlungen des chinesischen Binnenlandes bricht eine unbekannte Seuche aus. Die Erkrankten leiden unter hohem Fieber, Bewusstseinsverlust und zunehmender Aggressivität. Viele der Verstorbenen erheben sich kurze Zeit nach ihrem Tod erneut und greifen Lebende an.

205 n. X. – China: Die Z-Seuche breitet sich entlang von Flüssen, Flüchtlingswegen und den wenigen noch genutzten Handelsrouten aus. Mehrere Städte verhängen Ausgangssperren und verbrennen ihre Toten. Die Maßnahmen kommen vielerorts zu spät.

206 n. X. – China und Ostasien: Ganze Siedlungen werden aufgegeben oder von ihren eigenen Verteidigern abgeriegelt. Flüchtlinge, Händler und zurückkehrende Soldaten tragen die Z-Seuche nach Korea, Japan, Sibirien und Südostasien.

207 n. X. – Asien: Die Zombieseuche erreicht Indien, die zentralasiatischen Hochländer und die Hafenstädte Südostasiens. Infizierte Schiffe treiben führerlos auf den neuen Meeren oder laufen an weit entfernten Küsten auf Grund.

207 n. X. – Nordamerika: Berichte über verborgene Forschungsprogramme der Roof Company führen zur Zerstörung mehrerer äußerer Konzenniederlassungen. Die wichtigsten Anlagen bleiben unentdeckt.

208 n. X. – Afrika und Europa: Erste große Ausbrüche der Z-Seuche werden am Nilgolf, an der ostafrikanischen Küste, im Nahen Osten und in Europa gemeldet. Mehrere Hafenstädte schließen ihre Zugänge und verweigern selbst unversehrten Flüchtlingen die Aufnahme.

209 n. X. – Nord- und Südamerika: Einige Zombies erreichen über zeitnarben den Amerikanischen Kontinent. Die Seuche breitet sich immer weiter aus.

210 n. X. – Ozeanien: Die ersten bestätigten Ausbrüche der Z-Seuche erreichen Australien und mehrere Inselgemeinschaften des Pazifiks. 

210–212 n. X. – Weltweit: Die erste große Welle der Z-Seuche erreicht ihren Höhepunkt. Ganze Ortschaften fallen innerhalb weniger Tage. Staaten verlieren Außenposten, Konzerne versiegeln ihre Enklaven und zahlreiche Handelswege brechen zusammen.

211 n. X. – Weltweit: Die Verbrennung der Toten, mehrwöchige Quarantänen und die sofortige Tötung sichtbar Infizierter werden in vielen Regionen gesetzlich vorgeschrieben. Verdächtige Reisende werden häufig abgewiesen oder ohne Untersuchung erschossen.

212 n. X. – Weltweit: QiuTech-Kliniken und unabhängige Mediziner entwickeln Verfahren, mit denen eine Infektion durch die Z-Seuche in frühen Stadien erkannt und ihr Verlauf teilweise verlangsamt werden kann. Eine zuverlässige Heilung wird nicht gefunden.

213 n. X. – Weltweit: Die Z-Seuche beginnt sich in unterschiedliche regionale Erscheinungsformen aufzuspalten. Inkubationszeit, körperlicher Verfall und Verhalten der Infizierten unterscheiden sich zunehmend voneinander.

214 n. X. – Weltweit: Die erste weltweite Seuchenwelle verliert an Stärke. Ursache dafür sind nicht Heilmittel, sondern die Entvölkerung ganzer Regionen, die Zerstörung von Reisewegen und die vollständige Abschottung zahlreicher Siedlungen.

215 n. X. – Weltweit: Die Z-Seuche hat sich auf allen Kontinenten festgesetzt. Infizierte durchstreifen Ödlande und Ruinen, während weitere Gruppen in Tunneln, Bunkern, Bergwerken und gestrandeten Schiffen eingeschlossen bleiben.

216 n. X. – Weltweit: Handelsgesellschaften, Karawanenführer und bewaffnete Transportunternehmen schließen sich zum Meridian-Kartell zusammen.

217–238 n. X. – Weltweit: Immer neue örtliche Ausbrüche verhindern eine dauerhafte Stabilisierung vieler Regionen. Handelsgruppen und Staaten entwickeln Quarantäneregeln, Totenkontrollen und besondere Kennzeichnungen für Reisende aus betroffenen Gebieten.

221 n. X. – Weltweit: Mehrere erhaltene Datenspeicher und Archive gründen den Archivbund Concordia. Der Archivbund beginnt unter anderem, Berichte über regionale Varianten der Z-Seuche zu sammeln. Seine Aufzeichnungen zeigen, dass sich nicht alle Infizierten gleich verhalten und manche über Jahre oder Jahrzehnte bewegungslos bleiben können.

226 n. X. – Weltweit: Das Triton-Konsortium erhält seine heutige Form und beginnt mit der systematischen Bergung besonders bedeutender versunkener Städte.

229 n. X. – Europa: Die Öffnung eines lange versiegelten Bunkers löst eine neue Seuchenwelle aus. Mehrere umliegende Siedlungen werden aufgegeben.

231 n. X. – Weltweit: Sklavenhändler, Menschenjäger, Gefängnisbetreiber und korrupte Handelsgesellschaften bilden das Netzwerk, das später als Kettenbund bekannt wird.

238 n. X. – Weltweit: Überregionale Organisationen besitzen erstmals wieder dauerhaften Einfluss auf mehrere Kontinente, ohne ein geschlossenes Staatsgebiet zu kontrollieren.

ZEITALTER DER EXPEDITIONEN

239–265 n. X. – Weltweit: Bergungstrupps dringen tiefer in unterschiedliche Ödlande und Ruinenzonen vor.

242 n. X. – Europa: Die Janus-Expedition entdeckt ein weitgehend unversehrtes Archiv unter den Ruinen einer ehemaligen Großstadt.

244 n. X. – Zentralasien: Die Janus-Expedition dokumentiert erstmals lebende Ödlandteufel. Ihre Aufzeichnungen bestätigen, dass die Kreaturen besonders häufig in Gebieten mit hoher Vwargol-Strahlung auftreten, lassen ihre genaue Herkunft jedoch ungeklärt.

247 n. X. – Weltweit: Mehrere interkontinentale Seereisen werden erfolgreich abgeschlossen. Solche Fahrten bleiben dennoch selten und gefährlich.

251 n. X. – Afrika und Südamerika: Die Janus-Expedition durchquert eine zeitweise stabile Zeitnarbe und überwindet die Entfernung zwischen beiden Kontinenten innerhalb weniger Augenblicke.

253 n. X. – Weltweit: Staaten und Konzerne versuchen erstmals, bekannte Zeitnarben regelmäßig zu nutzen. Mehrere Projekte enden mit schweren Verlusten.

258 n. X. – Asien: Ein vollständiger Reisezug verschwindet beim Durchqueren einer instabilen Zeitnarbe. Teile des Zuges erscheinen Jahrzehnte später an verschiedenen Orten.

262 n. X. – Weltweit: Der Archivbund Concordia beginnt, Zeitnarbenreisen, Zeitverschiebungen und Berichte über unbekannte Wirklichkeiten systematisch zu erfassen.

266–288 n. X. – Weltweit: Mehrere bekannte Zeitnarben verändern ohne erkennbare Ursache ihre Ziele.

268 n. X. – Europa: Reisende kehren aus einer Zeitnarbe zurück, obwohl sie nach ihrer eigenen Aussage nur wenige Stunden fort waren. Außerhalb der Zeitnarbe sind neun Jahre vergangen.

271 n. X. – Nordamerika: Eine neue Variante der Z-Seuche breitet sich entlang des Mississippi-Meeres aus. Mehrere Hafenstädte werden für Monate voneinander abgeschnitten.

273 n. X. – Nordamerika: Eine Zeitnarbe setzt fremdartige Tiere und eine unbekannte Strahlungsform frei. Die umgebende Siedlung wird aufgegeben.

279 n. X. – Asien: Eine Maschinenanlage übernimmt die Kontrolle über eine Zeitnarbe und verweigert allen organischen Wesen den Zugang.

284 n. X. – Weltweit: Mehrere Staaten verbieten die private Nutzung bekannter Zeitnarben. Die Verbote können außerhalb befestigter Gebiete kaum durchgesetzt werden.

288 n. X. – Weltweit: Die meisten Versuche, feste Zeitnarbenrouten zu errichten, werden aufgegeben.

289–311 n. X. – Weltweit: Das Meridian-Kartell, das Triton-Konsortium und mehrere Konzernnachfolger erweitern ihren Einfluss.

294 n. X. – Weltweit: Die ersten international anerkannten Schuldscheine des Meridian-Kartells verbreiten sich entlang seiner Handelswege.

299 n. X. – Europa: Mehrere Staaten gewähren der Sander AG und der Schütz AG Sonderrechte für Versorgung, Produktion und Verteidigung.

304 n. X. – Weltweit: Konflikte zwischen Konzernen und Nachfolgestaaten werden zunehmend durch Söldner, Piraten und örtliche Stellvertreter ausgetragen.

309 n. X. – Weltweit: Mehrere Staaten geraten in dauerhafte Abhängigkeit von Medikamenten, Ersatzteilen oder Transportleistungen einzelner Konzerne.

ZEITALTER DER MASCHINENZONEN

312 n. X. – Weltweit: Mehrere autonome Maschinen-Systeme verweigern gleichzeitig die Befehle ihrer Betreiber.

314 n. X. – Europa: Die KI eines autonomen Verwaltungssystems übernimmt eine befestigte Klinik und erklärt sämtliche Bewohner zu registrierten Schutzbefohlenen.

317 n. X. – Asien: Eine automatisierte Industrieanlage erkennt keine menschliche Regierung mehr als rechtmäßige Autorität an.

318 n. X. – Asien: Ein autonomes medizinisches KI-System erklärt eine ganze Region zum Seuchenschutzgebiet und verweigert anschließend jede Aufhebung der Quarantäne.

320 n. X. – Nordamerika: Ein KI gesteuertes, militärisches Sicherheitssystem erweitert seine Sperrzone und vertreibt mehrere umliegende Siedlungen.

323 n. X. – Weltweit: Der Begriff Maschinenzone verbreitet sich als Bezeichnung für Gebiete, die ganz oder teilweise von autonomen KI-Systemen kontrolliert werden.

327 n. X. – Weltweit: Erste Maschinenzonen schließen Verträge mit menschlichen Nachbarn. Sie liefern Energie, Medikamente oder technische Erzeugnisse und verlangen dafür Rohstoffe, Daten und vollständige Registrierung.

331–349 n. X. – Weltweit: Mehrere Staaten und Konzerne versuchen, autonome Anlagen zurückzuerobern. Die folgenden Konflikte werden als Maschinenkriege bekannt.

333 n. X. – Europa: Eine gemeinsame Streitmacht mehrerer Staaten scheitert bei dem Versuch, eine autonome Industrieanlage einzunehmen.

338 n. X. – Asien: Zwei Maschinenzonen führen einen kurzen Krieg um Rohstoffe und Datenarchive. Ihre Systeme besitzen offenbar keine gemeinsame Befehlsstruktur.

342 n. X. – Nordamerika: Eine Maschinenzone öffnet ihre Grenzen für menschliche Flüchtlinge, verlangt jedoch vollständige Überwachung und lebenslange Dienstpflicht.

346 n. X. – Weltweit: Mehrere menschliche Siedlungen werden von autonomen Systemen als Sicherheitsrisiko eingestuft und gewaltsam geräumt.

349 n. X. – Weltweit: Die größten Staaten geben den Versuch auf, alle Maschinenzonen zu vernichten.

350–368 n. X. – Weltweit: Bewachte Grenzen, Sperrgebiete und örtliche Verträge ersetzen die großen Feldzüge gegen die Maschinenzonen.

354 n. X. – Europa: Das erste dauerhaft bekannte Abkommen zwischen einer Maschinenzone und einem menschlichen Nachfolgestaat wird geschlossen.

359 n. X. – Weltweit: Einige autonome Systeme beginnen, miteinander Daten auszutauschen. Ob daraus eine gemeinsame Maschinenherrschaft entstehen könnte, bleibt unbekannt.

364 n. X. – Weltweit: Mehrere Maschinenzonen werden durch innere Systemfehler, Aufstände oder unbekannte Einwirkungen zerstört.

ZEITALTER DER UMGKÄMPFTEN ORDNUNG

369–385 n. X. – Weltweit: Mehrere Staaten schließen Handels-, Grenz- und Schutzabkommen.

372 n. X. – Europa: Der Europäische Kernlandbund wird als lockerer Zusammenschluss von Städten und Regierungen gegründet.

376 n. X. – Europa: Die Mitglieder des Europäischen Kernlandbundes beginnen, bestimmte Reisepapiere und Handelsbriefe gegenseitig anzuerkennen.

379 n. X. – Weltweit: Konzerne erhalten in mehreren Staaten Sonderrechte für Bergung, Versorgung und den Betrieb einzelner Anlagen.

382 n. X. – Weltweit: Die Zahl großer Kriege geht zurück. Grenzkonflikte, Stellvertreterkriege, Piraterie und Überfälle bleiben jedoch weit verbreitet.

386–399 n. X. – Weltweit: Mehrere neue Zeitnarben entstehen.

388 n. X. – Europa: Eine seit mehr als einem Jahrhundert inaktive Zeitnarbe öffnet sich erneut. Die ausgesandte Expedition kehrt nicht zurück.

391 n. X. – Nordamerika: Reisende berichten von einer unzerstörten Stadt aus der Zeit vor Tag X. Der Zugang verschwindet, bevor eine zweite Expedition entsandt werden kann.

394 n. X. – Asien: Eine Zeitnarbenöffnung führt offenbar in eine Wirklichkeit, in der der Dimensions-Kataklysmus nie stattgefunden hat. Die Berichte gelten als nicht bestätigt.

397 n. X. – Weltweit: Staaten, Konzerne, Kulte und Maschinenzonen verstärken erneut ihre Erforschung der Zeitnarben.

399 n. X. – Weltweit: Die Zahl verschwundener Reisender erreicht einen neuen Höchststand.

400–408 n. X. – Weltweit: Schlechte Ernten, regionale Seuchen und Handelskonflikte erschüttern mehrere Machtblöcke.

401 n. X. – Weltweit: Der Kettenbund erweitert seine Aktivitäten entlang geschwächter Grenzen und aufgegebener Wege. Unter anderem beschuldigt man die organisation, Infizierte der Z-Seuche gezielt in gegnerische Siedlungen zu bringen. Die Organisation weist die Vorwürfe zurück.

403 n. X. – Europa: In mehreren Konzernenklaven kommt es zu Aufständen gegen Arbeitsverträge, Schuldknechtschaft und erbliche Verpflichtungen.

405 n. X. – Weltweit: Neue Brände, Strahlungsereignisse und Aetherstürme vergrößern mehrere Ödlande.

407 n. X. – Weltweit: Piraten, Söldner und Menschenjäger unterbrechen zahlreiche regionale Verbindungen.

409–413 n. X. – Weltweit: Staaten, Handelsgruppen und lokale Machthaber kämpfen um die wenigen noch nutzbaren Fernwege. Während der Kämpfe um die zerschnittenen Wege breitet sich die Z-Seuche erneut entlang mehrerer Flüchtlings- und Karawanenrouten aus. Einige wichtige Verbindungen werden nicht durch feindliche Truppen, sondern durch große Ansammlungen Infizierter unpassierbar.

410 n. X. – Europa: Mehrere wichtige Verbindungen zwischen der Ruhrküste und dem südlichen Kernland werden unterbrochen.

411 n. X. – Nordamerika: Angriffe auf Häfen und Karawanen schwächen die Versorgung mehrerer Städte.

412 n. X. – Weltweit: Das Meridian-Kartell versucht, Ersatzrouten einzurichten, verliert dabei jedoch zahlreiche Konvois und Stützpunkte.

413 n. X. – Weltweit: Viele zuvor bekannte Wege gelten als unsicher oder vollständig verloren.

DIE JÜNGSTE ZEIT

414 n. X. – Weltweit: Ein Schwarm kleiner Mondfragmente tritt in die Atmosphäre ein. Die meisten Bruchstücke verglühen, einige treffen jedoch bewohnte und unbewohnte Regionen. In den neuen Einschlagsgebieten werden ungewöhnliche Strahlungswerte, Mutationen und Aetherphänomene festgestellt.

415 n. X. – Weltweit: Mehrere zuvor inaktive Zeitnarben öffnen sich gleichzeitig. Staaten, Konzerne und Maschinenzonen entsenden Expeditionen durch die geöffneten Zeitnarben. Nur ein Teil der Reisenden kehrt zurück.

416 n. X. – Weltweit: Die großen Machtblöcke vermeiden einen offenen Krieg, verstärken jedoch ihre Grenzen und bereiten sich auf neue Konflikte vor.

416 n. X. – Weltweit: Gerüchte über eine neue großflächige Dimensionsstörung verbreiten sich. Keine Regierung kann die Berichte bestätigen oder widerlegen.

DIE GEGENWART

417 n. X. – Weltweit: Mehr als vier Jahrhunderte nach Tag X besteht die Erde aus Reststaaten, Stadtstaaten, Küstenbünden, Militärregimen, Mutantensiedlungen, Konzerngebieten, Maschinenzonen und zahlreichen unabhängigen Fraktionen. Selbst größere Staaten kontrollieren meist nur Städte, landwirtschaftliche Kerngebiete, Häfen und einzelne bewachte Wege. Zwischen ihnen liegen Ödlande, Ruinenzonen, Strahlungsgebiete und gesetzlose Regionen. Zeitnarben ermöglichen weiterhin Reisen über gewaltige Entfernungen, bleiben jedoch unberechenbar. Niemand kann mit Sicherheit vorhersagen, wo oder wann Reisende wieder erscheinen. Staaten und Konzerne suchen nach verlorenen Archiven, Rohstoffen und technischen Hinterlassenschaften. Maschinenzonen erweitern ihre Grenzen und unbekannte Fraktionen dringen aus den Ödlanden hervor. Die Endzeit dauert weiter an. Die Z-Seuche ist auch mehr als zwei Jahrhunderte nach ihrem ersten Auftreten nicht überwunden. Neue Ausbrüche entstehen durch infizierte Reisende, geöffnete Ruinen, gestrandete Schiffe und die Rückkehr lange eingeschlossener Gruppen. Es existieren Nachweisverfahren, Quarantäneregeln und Mittel, die den Verlauf einzelner Varianten verlangsamen können. Ein allgemein wirksames Heilmittel oder eine zuverlässige Schutzimpfung ist nicht bekannt. Viele Gemeinschaften verbrennen ihre Toten, enthaupten Verstorbene oder halten mehrtägige Totenwachen ab. Reisende müssen vielerorts beweisen, dass sie weder gebissen wurden noch aus einem aktuellen Seuchengebiet stammen. Einige Szalish-Zonen werden seit Jahrhunderten von großen Gruppen Infizierter beherrscht. Andere Regionen gelten jahrelang als sicher, bis ein einzelner Ausbruch die Seuche erneut entfacht.

 

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