CHRONIK ANNO MAGICAE
(Chronik der Aetherzeit)

„Ich bin Kalyr, erster Chronos der Erde und ich möchte euch von der Schöpfung und vom Anfang aller Tage erzählen – denn ich war dabei. Es war vor langer, langer Zeit, als die Welt noch sehr jung war und die Erde zwei Augen besaß, die nachts über sie wachten. Das weiße Auge trug viele Namen: Luna, Artemis oder Soma. Doch das blaue Auge wurde überall gleich genannt, und sein Name bedeutete in eurer Sprache so viel wie: „Licht der Träume“. Eines Tages löste sich ein Stern vom Himmel und stürzte auf das Licht der Träume. Der Stern zerbarst und riss ein Stück aus dem blauen Mond heraus, das nun in weiß-blauen Flammen zur Erde fiel. Winzige Staubkörner und Splitter verteilten sich über die ganze Welt, doch das größte Fragment fiel in die Meere und kühlte dort langsam ab. So wurden Magie und der Kampf zwischen Gut und Böse auf die Erde gebracht – und die Bühne für die größte Götterschlacht aller Zeiten bereitet: ein Ort, an dem Träume zur Realität werden und das Schicksal der Welt entschieden werden soll. Diese Ära nennen wir Chronos die Anno Magicae, die Ätherzeit. Ich will euch nun die fantastischen Geschichten und Legenden der Insel der Träume erzählen – und geleite euch in die Sagenreiche von Mythandria!“
DAS ZEITALTER DES NICHTS UND DIE HYMNE DER SCHÖPFUNG
Am Anfang war Nihil, das Nichts. Es gab kein Oben und kein Unten, kein Hier und kein Dort. Weder Licht noch Dunkelheit – kein Laut, keine Stille. Dann geschah es: plötzlich und ohne Vorwarnung, zu einer Zeit, die selbst die Chronos nicht benennen können, weil Zeit noch nicht existierte. Keine Vergangenheit, keine Gegenwart, keine Zukunft – und doch verstrich in diesem Augenblick die erste Sekunde des Seins. Zunächst war es kaum hörbar: ein fernes, unscheinbares Knistern, das sich wie ein schwacher Funke durch das Nichts bewegte. Langsam, fast suchend, wanderte es hin und her, bis es an Klarheit gewann. Dann ertönte ein tiefes, träge vibrierendes Summen – wie das Brummen eines uralten Horns. Es wuchs an, wurde lauter, intensiver und wandelte sich schließlich in ein schrilles, aufbrausendes Pfeifen. Dieses Pfeifen, voller Energie, sprang unkontrolliert zwischen allen erdenklichen Tönen hin und her, bis es plötzlich zu Melodien wurde – Klängen, die nie zuvor existiert hatten. Sie breiteten sich aus, ergriffen Raum und Zeit, erfüllten den neuen Kosmos mit Bewegung und Sein. Doch das Nichts ließ sich nicht so leicht verdrängen. Zunächst schien es überrascht, ja überrumpelt von den raschen Veränderungen – doch im letzten Augenblick bäumte es sich auf. Verzweifelt suchte es nach Rissen, nach Schlupflöchern, um sich zu behaupten. Aber es war zu spät: Die Zeit hatte begonnen und die kosmischen Klänge wollten nicht mehr verstummen. Der neue Kosmos erzitterte, als ein mächtiges Grollen durch Raum und Zeit hallte. Nihil zog sich zurück – weit hinter die verborgensten Winkel des Seins. Dort lauerte es, geduldig und unsichtbar, bereit, eines Tages zurückzukehren, mit dem unaufhaltsamen Ziel, alles Bestehende wieder im Nichts aufzulösen.
DAS ZEITALTER VON HELLIGKEIT UND DUNKELHEIT
Als das Nichts hinter den Rand des Seins verdrängt worden war, fand die Hymne der Schöpfung ihren Höhepunkt: Aus ihr gingen die beiden ersten Mächte hervor – Esper (Helligkeit) und Themokh’Thar (Dunkelheit). Licht und Schatten erfüllten den Kosmos und rivalisierten um jedes Stück des Daseins. Zunächst schien Esper überlegen; sein Leuchten drang in beinahe jeden Winkel des Universums vor. Doch überall dort, wo Espers gleißendes Licht erstrahlte, fiel ein noch größerer Schatten von Themokh’Thar über das Sein. So drohte Themokh’Thar Esper zu ersticken. In einem Akt der Verzweiflung jedoch bäumte sich Esper ein letztes Mal auf – und entging der absoluten Verdrängung durch einen Trick.
DAS ZEITALTER DER OBEREN MÄCHTE

Plötzlich funkelten in der Dunkelheit hier und dort kleine blaue Lichter auf – wie weit entfernte, pulsierende Sterne. Diese Lichter gingen von Echinon aus, der Macht der Ordnung. Ein leises Knistern erfüllte das Nichts und auf einmal stoben rote Funken zwischen den immer zahlreicher werdenden blauen Lichtern empor. Es waren die Vorboten von Vwargol, der Macht des Chaos. Themokh’Thar, die Finsternis, wich mehr und mehr vor Echinon und Vwargol zurück – doch noch immer gab es weite Räume, die allein ihr gehörten. Dort erhob sich plötzlich ein grüner Lichtschein, nebelhaft und wogend: Asvaleris, die Macht des Lebens. Der grüne Dunst zog zwischen den blauen und roten Lichtern hindurch, verteilte dabei die Saat des Lebens und ließ es sprießen, wachsen und gedeihen. So entstanden die oberen Mächte: Echinon, Vwargol und Asvaleris. Sie erschufen die Grundreiche des Seins: Oberwelt, Zwischenwelt und Unterwelt. Doch trotz der unvorstellbaren Ausmaße des Kosmos war bald nicht mehr genug Raum für all diese Mächte vorhanden. Denn jede von ihnen drängte weiter, wollte sich ausbreiten, Grenzen verschieben, Einfluss gewinnen. Und so geschah es, dass sich hier und dort ihre Lichter vermischten – und aus diesen Berührungen gingen die unteren Mächte hervor.
DAS ZEITALTER DER UNTEREN MÄCHTE
Zuerst vermischten sich Echinon und Asvaleris. Aus blauen und grünen Lichtern sprudelte eine cyanfarbene Lichtfontäne hervor: Enhaera, die Macht der Kontrolle. Von nun an sollte sie die Geschicke der Zwischenwelt lenken und Fortschritt durch Wissenschaft, Disziplin und Herrschaft bringen. Aus ihr entstanden später Menschen, Zwerge und andere Kulturen – des Fortschritts mächtig und seiner würdig. Doch Vwargol sah dies und geriet in Zorn. Mit lodernden Flammen wollte sie Enhaera wieder vernichten. Asvaleris stellte sich ihr entgegen, um Enhaera zu schützen. Aber die oberen Mächte waren einander so ebenbürtig, dass sich grüne Blitze mit den roten Flammen vereinten – und in einer gewaltigen gelben Explosion wurde Keborr ins Sein katapultiert, die Macht des Instinks. Aus Keborr entsprangen im Laufe der Zeit zahlreiche wilde, unzähmbare Kreaturen, geleitet allein von Intuition und Jagdtrieb. Wutentbrannt griffen Vwargols rote Flammen nun nach dem blauen Licht Echinons und verschmolzen mit ihm zu einem leuchtenden, purpurnen Mantel des Todes: die Macht Szalish. Szalish war der Todesschleier, der fortan dafür sorgte, dass alles, was aus Enhaera und Keborr hervorging, nicht – wie die Geschöpfe Asvaleris’ – ewig währte, sondern vergänglich war. Wie ein galaktisches Feuerwerk muss dieser Krieg der kosmischen Mächte ausgesehen haben: ein Kampf der Farben und Formen. Wie lange er andauerte, weiß niemand. Doch mitten in diesem schier endlosen Gefecht geschah es, dass plötzlich alle Farben und Lichter aufeinandertrafen. Dann wurde es still. Und aus der Vielfalt der Farben stieg erneut ein weißes Licht empor: die Wiedergeburt Espers.
DAS ZEITALTER DER NUMINA
Die ersten Numina wurden von den Titanen der Mächte Echinon, Vwargol und Asvaleris erschaffen. Numina sind Götter, Teufel und Totems. Sie können nicht nur durch die Titanen der oberen Mächte entstehen, sondern auch durch reinen Glauben: Durch Verehrung erhalten sie Kraft – und je mehr Anhänger sie besitzen, desto mächtiger werden sie.
- Geburt der ersten Titanen in den Mächten Themokh’Thar, Esper, Vwargol, Echinon, Szalish, Asvaleris, Keborr und Enhaera.
- Die Allgoden, eine Gruppierung der Titanen der Macht Echinon, erschaffen Ion, den Göttervater und Ginevra, die Göttermutter.

- Die Damora, eine Gruppierung der Titanen der Macht Vwargol, erschaffen Sythis, die Mutter des Wandels und Dargoroth, den Weltenbrecher.

- Erschaffung der ersten Totems Ena, Ugo, Ira und Aki durch die ersten Titanen der Macht Asvaleris.

- Geburt der Kinder von Ion und Ginevra: Valeria (die Geliebte), Dargon (der Schmied), Horas (der Tod), Ogrim (der Jäger), Itras (die Zeit), Feruna (die Gelehrte), Angral (der Alchemist), Mallakhor (der Verbannte) und der vergessene Gott.
- Geburt der Dämonenbrut von Sythis und Dargoroth: Var'haal (der Unheimliche), Galrakh (der Kranke), Na'Ghara (die Alte), Sinestra (die Grausame), B'atargh (der Berserker), Sulak (das Scheusal), Garwish (der Pechbringer), K'dera (die Querulantin), Darokh (der Sturmbote), Shenora (die Verzweifelte)
- Die Schöpfung der ersten Chronos durch Itras.
- Geburt der Kindeskinder von Ion und Ginevra: Yuri (der Säufer), Ravenna (die Diebin), Hedda (die Bäuerin), Yaron (der Richter), Alura (die Heilerin), Sephora (die Muse), Anthea (die Händlerin), Xantos (der Krieger) und Zyrus (der Lügner)
- Geburt der Abkömlinge der Dämonenbrut von Sythis und Dargoroth: Thyral (der Kriegstreiber), Agrael (der Attentäter), Heresa (die Schänderin), Azebhur (der Verräter), Hyras (der Eintreiber), Mokh (der Faule), Lorghi (der Dekadente), Siska (die Mätresse), Kharkras (der schwarze Hexer), Ahrgol (der Mörder), Lüd und Vispis
- Die ersten Welten werden erschaffen, unter anderem unsere Erde mit einem weißen und einem blauen Mond.
- Die Schöpfung der Traumlinge durch die ersten Titanen der Macht Esper.

- Der Chronos Kalyr wird zum Beobachter der Erde ernannt.
- Ein Komet kollidiert mit dem blauen Mond, bricht ein riesiges Stück davon ab, welches daraufhin zur Erde stürzt und zum Kontinent mit dem Namen Mythandria wird. Weitere kleine Bruchstücke und Splitter fallen auf die Erde nieder und so wurde die Magie auf unseren Planeten gebracht.
DAS ZEITALTER DER ALTEN VÖLKER
VKN = Vor (der Herrschaft von) König Nimrodon
- Entstehung der ersten Völker
- Die Menedat sind die geheimnisvollen ersten Menschen – die Ureinwohner Mythandrias und die Vorfahren aller Menschenvölker. Sie schließen einen Pakt mit den Chronos und erlangen dadurch Wissen, das den Fortschritt und den Aufstieg ihrer Zivilisation rasant beschleunigt. Das Zeitalter der Menedat währt mehrere Jahrhunderte, und doch ist über diese Urahnen der Menschheit heute kaum etwas bekannt.

- Der Menedat Hexenmeister Morgrath Sarkhûn wird auf seiner Suche nach verbotenem Wissen und unendlicher Macht nicht nur von den kosmischen Mächten Themokh’Thar, Vwargol und Szalish, sondern auch von Nihil selbst korrumpiert. Dadurch verursacht er einen Riss im Sein, durch den das Nichts erstmals in unsere Welt eindringen kann.
- Schöpfung der ersten Schwarzalben/Zwerge durch die Götter. Ihre Namen sind Modsognir und Durin.
- Jahr 277 VKN. Vierter Sonnenlauf unter dem Windmond: In Niflungar wird die Zwergenkönigin Sigrun, Tochter von Eidis, kurz nach ihrer Hochzeit mit König Nibelunc, dem Urvater der Nebelzwerge (Nibelungen), von einem Drachen entführt. Ihr Ehering ist alles, was man von ihr noch findet. König Nibelunc beauftragt daraufhin seinen Bruder, den Runenschmied Andwari, aus diesem Ring ein Artefakt zu fertigen, das ihn zu Sigrun führen soll – zu seinem „wertvollsten Schatz“, wie er sie nennt. Doch Andwaris Herz und Geist sind seit Langem von Habgier und Eifersucht zerfressen, und so verrät er seinen Bruder. Nach mehreren Fehlversuchen sucht Andwari Hilfe bei Morgrath Sarkhûn, der ihm für das Ritual zur Erschaffung eines solchen Artefakts Komponenten für ein magisches Konglomerat zur Verfügung stellt, deren Natur bis heute unbekannt ist. Andwari schmilzt den Ring der Königin ein und schmiedet daraus einen neuen: Andwaranaut, einen magischen Ring, der König Nibelunc zu seinem größten Schatz führen soll. Seitdem führt der Ring seinen Träger zu den größten Schätzen dieser Welt und schenkt ihm Reichtum und Macht. Doch er schürt zugleich die Habgier seines Besitzers und lässt ihn dadurch vergessen, was ihm einstmals so wichtig war: Er wird niemals zufrieden sein, sondern unersättlich immer mehr Reichtümer horten. Und als wäre das nicht genug, werden die so gefundenen Schätze mit der Macht Nihils infiziert. Jedes Goldstück, jedes Schmuckstück, jede Habseligkeit und jedes prunkvolle Artefakt, das mit Hilfe dieses Ringes ans Licht kommt, soll fortan Nihils Macht stärken. König Nibelunc ahnt von alldem nichts. Da die Nibelungen zu den wenigen ihres Volkes gehören, die sich nicht nur unter Tage, sondern auch auf dem Wasser hervorragend zurechtfinden, lässt er eine riesige Flotte bauen und macht sich mit Heer und Gefolge auf die Suche nach Königin Sigrun. Auch Andwari muss an der Seite des Königs mitreisen. Was bis heute niemand weiß: Seit jener Zeit ist das Königshaus der Nibelungen von der kosmischen Macht Nihil korrumpiert – und trägt Mitschuld daran, dass das Nichts in unserer Welt immer weiter um sich greift.

- Jahr 275 VKN. Zwölfter Sonnenlauf unter dem Taumond: Die ersten Rhuasketen werden in einigen Schriften dieser Zeit erwähnt.
- Jahr 271 VKN. Achter Sonnenlauf unter dem Dustermond: Die Menedat erlangen durch die Chronos das Wissen um Raum und Zeit.
- Jahr 253 VKN. Vierzehnter Sonnenlauf unter dem Blumenmond: Während seiner jahrzehntelangen Suche findet König Nibelunc mithilfe des Ringes Andwaranaut zahlreiche kostbare Schätze, doch viele Nebelzwerge verlieren auf dieser Reise ihr Leben. Die Laderäume seiner Schiffe sind nun zwar mit unvorstellbaren Schätzen gefüllt, doch von seiner geliebten Königin fehlt weiterhin jede Spur. Andwari versucht, seinen Bruder zu überzeugen, endlich nach Niflungar zurückzukehren. Stattdessen wirft der König, gebrochenen Herzens, die alten Seekarten der Nebelzwerge über Bord und macht damit eine Heimkehr unmöglich. Der Ring führt sie schließlich ins Bernsteingebirge von Drakonia. Dort finden die Nebelzwerge abermals unermessliche Reichtümer und erklären das Gebirge zu ihrer neuen Heimat. Nibelunc wird König des Bernsteingebirges und gibt Andwari den Ring Andwaranaut zurück, der fortan zur Insignie des Schatzmeisters des Nibelungen-Hortes wird. Schon jetzt gilt dieser Hort als der größte Schatz der Welt. Im unaufhörlichen Goldrausch vergisst der von Habgier zerfressene König mit der Zeit seine einst so geliebte Königin. Was aus ihr geworden ist, wird wahrscheinlich niemals jemand erfahren.
- Jahr 250 VKN. Sechster Sonnenlauf unter dem Narrenmond: Die Menedat errichten die ersten großen Portale in Lythos und Shuro. Diese gewaltigen Bauwerke sind Brücken durch Raum und Zeit. Das Portal in Lythos soll zu einer großen Insel führen, über die ein König namens Minos herrscht. Das Portal in Shuro hingegen führt angeblich in jenes Land, in dem die Sonne aufgeht.
- Jahr 221 VKN. Einundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Brachmond: Die Zwillingsbrüder Arka und Draskar werden geboren. Ihre Eltern sind beide Rhuasketen der Menedat.
- Jahr 213 VKN. Achter Sonnenlauf unter dem Narrenmond: Die Menedat errichten die großen Portale von Andanai und Mysk.
- Jahr 206 VKN. Fünfzehnter Sonnenlauf unter dem Dustermond: Die Menedat errichten die großen Portale von Yasir und Chiron.
- Jahr 194 VKN. Siebter Sonnenlauf unter dem Lenzmond: Die Menedat errichten die großen Portale von Nordland und Eridor.
- Jahr 186 VKN. Neunundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Blumenmond: Die Menedat errichten das große Portal von Zorn'Galad. Die Chronos bitten die Menedat, den Bau derartiger Portale einzustellen.
- Jahr 179 VKN. Siebzehnter Sonnenlauf unter dem Erntemond: Trotz der Warnung der Chronos, bauen die Menedat das große Portal von Ehru. Die Chronos sind empört und bitten abermals darum, den Bau derartiger Konstrukte einzustellen.
- Jahr 172 VKN. Zweiundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Erntemond: Erneut errichten die Menedat eines der großen Portale – diesmal in Baratas. Es ist das größte und mächtigste seiner Art, denn mit keinem Portal war bislang eine derart „weite“ Zeitreise möglich. Die Chronos sind erschüttert.
- Jahr 154 VKN. Einundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Brachmond: Meister Arka und Meister Draskar gründen den Orden der Arkani. Der Orden nimmt alle Wesen der acht kosmischen Mächte auf, die begabt in der Anwendung der Rhuaskese sind und einen Lichtkern in sich tragen.

- Jahr 150 VKN. Zwölfter Sonnenlauf unter dem Eismond: Der Krieg zwischen den Chronos und den Menedat beginnt.
- Jahr 143 VKN. Fünfter Sonnenlauf unter dem Weinmond: Die Chronos versiegeln die großen Portale. Der Krieg zwischen den Chronos und den Menedat hält weiter an und die Menedat haben viele Verluste zu beklagen.
- Die letzten Menedat verschwinden scheinbar spurlos kurz vor Beginn des Zeitalters der mystischen Kriege. Man trifft seither nur noch sehr selten auf ihresgleichen. Man vermutet, das Nihil etwas mit dem Verschwinden der Menedat zu tun hat.
- Einführung des mythandrianischen Kalenders.

DAS ZEITALTER DER MYSTISCHEN KRIEGE
VKN = Vor (der Herrschaft von) König Nimrodon
KN = (der Herrschaft von) König Nimrodon
- Unter den Ivakiem bricht ein erbitterter Krieg um die Vorherrschaft im Kosmos aus. Auch Mythandria wird zum Schauplatz dieses Konflikts. Die Arkani versuchen zu vermitteln und auf die verfeindeten Völker einzuwirken, doch selbst in ihren Reihen befinden sich bereits Rhuasketen, die einen Kernschatten in ihrem Innersten tragen. Einer von ihnen ist Meister Draskar, der inzwischen gänzlich andere Ziele verfolgt als sein Bruder Arka.
- Jahr 135 VKN. Dreizehnter Sonnenlauf unter dem Erntemond: Der Traumling Takoda wird als Sohn eines Häuptlings in Chiron geboren.
- Jahr 111 VKN: Beginn der 100 jährigen Mythandrith-Kriege zwischen den Elfen von Firaslin und den Zwergen von Ker Arindûr im Rishall Gebirge.

- Jahr 103 VKN: Der Magierkönig von Valor wird vollends von der kosmischen Macht Szalishs korrumpiert und stirbt bei dem Versuch, seine geliebte Königin wiederzubeleben. Fortan herrscht er als Geisterkönig von Valor.
- Jahr 86 VKN: Völkerwanderung der Urriesen. In der Zeit der Mythandrithkriege verlassen einige Stämme der Urriesen die Rieshall-Berge. Ihre weite Reise führt sie über den gesamten Kontinent. Dabei kommt es immer wieder zu Kämpfen mit den Menschenvölkern, bis sie schließlich Baratas erreichen, wo sie sich niederlassen und ihre neue Heimat Riesheim nennen.
- Jahr 65 VKN: Beginn der Orkkriege. Eine gewaltige Horde fällt von Baratas aus in die Länder der Grenzmark ein. Unterstützung erhalten die Orks von zahlreichen Nogh-Rotten sowie von einigen Riesheim-Riesen. Die Menschen bitten die Zwergenkönige des Aghastor-Gebirges und der Aldaren um Hilfe.

- Jahr 32 VKN. Fünfundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Scheidemond: Es kommt zur Spaltung des Ordens der Arkani und zur Gründung der Sekte der Dras'Shar. Draskar kehrt seinem Bruder den Rücken. Die Sekte nimmt alle Wesen der acht kosmischen Mächte auf, die in der Anwendung der Rhuaskese begabt sind und einen Kernschatten in sich tragen.

- Jahr 21 VKN. Dreizehnter Sonnenlauf unter dem Lenzmond: Geburt von Nimrodon. Er ist ein direkter Nachfahre der Menedat.
- Jahr 21 VKN: Beginn der Chimären-Kriege zwischen Monderon und Mysk.

- Jahr 13 VKN: Beginn der Numina Kriege. Dargoroth der Weltenbrecher, steigt aus der Unterwelt von Zorn'Galad empor und bringt Chaos und Zerstörung über das Land. Das mythandrianische Pantheon der Götter stellt sich ihm entgegen.
- Jahr 6 VKN: Die Götter Echinons verbünden sich mit mächtigen Totems der kosmischen Macht Asvaleris, um gemeinsam gegen die Heerscharen des Chaos zu kämpfen.
- Jahr 3 VKN: Elowen Miravelle wird zur ersten Feenkaiserin von Mysk, schließt frieden mit den Chimären von Monderon und beendet damit die Chimären-Kriege.
- Jahr 1 KN: Krönung von König Nimrodon. Die Menschen leiden schwer unter den verheerenden Auswirkungen der Numina-Kriege. Doch die Vereinigung zahlreicher Stämme unter Nimrodons Banner wendet das Blatt zugunsten der Macht Enhaera. Sein gewaltiges Königreich erstreckt sich über die heutigen Gebiete von Eskalon, Anmar, Wiedland und Antaria. Die Menschen erheben sich gegen die Numina und führen nicht nur Krieg gegen die Teufel und Dämonen des Chaos, sondern auch gegen ihre eigenen Götter und Totems.
- Jahr 50 KN. Erster Sonnenlauf unter dem Eismond: König Nimrodon schmiedet ein Bündnis mit den Mächten Enhaera, Asvaleris, Echinon und Esper gegen die dunklen Mächte Keborr, Szalish, Vwargol und Themokh’Thar. Nimrodons magischer Minister und engster Berater ist Meister Arka vom Orden der Arkani.
- Jahr 62 KN: Auf der großen Kaiserinsel Shuro bekommen die Menschen nur wenig von den Unruhen auf dem weit entfernten Kontinent mit. Doch auch hier gibt es Konflikte, sodass der Sonnenkaiser den Bau der großen Shuro-Mauer befiehlt, die die aufständischen Rebellen im Osten seines Reiches zurückhalten soll.

- Jahr 70 KN. Siebter Sonnenlauf unter dem Brachmond: Ein lange vergessener Feind betritt unbemerkt den Schauplatz des Krieges der kosmischen Mächte: Nihil. Während die übrigen Ivakiem einander weiter bekriegen und sich dadurch zunehmend schwächen, gewinnt Nihil stetig an Einfluss und Kraft. Ein Volk nach dem anderen wird nicht nur bezwungen, sondern oft so vernichtend geschlagen und ausgemerzt, dass man sich später nicht einmal mehr an seine Existenz erinnert. Nimrodon und Meister Arka rufen daraufhin zum ersten Thing der Mächte auf. Man wird sich einig, dass Nihil nicht länger nur eine Bedrohung für alle Mächte darstellt, sondern für die Existenz des gesamten Kosmos. Sie schließen den Pakt der Mächte und erklären Nihil zur verbotenen Macht. Meister Arka benennt den Orden der Arkani in den Orden der arkanen Krieger um. Fortan sollen die arkanen Krieger auf dem Kontinent Mythandria für Frieden, Recht und Ordnung einstehen.
- Jahr 72 KN. Sechster Sonnenlauf unter dem Lenzmond: Die Arkanen Krieger führen einen Zweifrontenkrieg gegen Nihil und die Sekte der Dras'Shar, die sich nicht am Krieg gegen Nihil beteiligt
- Jahr 72 KN. Achtundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Windmond: Letzte Schlacht der Mystischen Kriege. In dieser Schlacht fällt König Nimrodon. Nihil wird zwar zurückgedrängt, jedoch nicht vollends besiegt. Die letzten Anhänger der Macht Nihil gründen den Namenlosen Orden.
DAS ZEITALTER DER KÖNIGE (DER SCHWARZE KRIEG)
NKN = Nach (der Herrschaft von) König Nimrodon
- Nach dem Ende der Mystischen Kriege kehrt vorerst etwas Ruhe in die Welt ein. Zwar bekämpfen sich hier und dort noch einzelne Völker, doch zugleich entstehen bereits zahlreiche Bündnisse und Koalitionen.
- Jahr 1 NKN. vierter Sonnenlauf unter dem Lenzmond: Das Königreich Nimrodas zerbricht. Nimrodons Kinder – Prinz Anmaron, Prinz Wieland, Prinzessin Antara und Prinz Eskalon – teilen das Reich in vier Königreiche auf: Anmar, Wiedland, Antaria und Eskalon. Der mythandrianische Kalender wird unter dem Namen Nimrodon weitergeführt. Mythandria ist nun ein Flickenteppich aus zahlreichen Königreichen und Herrschaftsgebieten. Daher nennt man diese Epoche das Zeitalter der Könige.
- Jahr 17 NKN: Gründung des Künstlerforums in Eskalon und der Zunft der Handwerker in Wiedland.
- Jahr 23 NKN: Gründung der Akademie der Weisheit Eskalon und der Universität des Fortschritts in Antaria.
- Jahr 51 NKN: Gründung des Kartells der Konstrukteure in Anmar.
- Jahr 203 NKN: Geburt von Ethiell Mordekhai in der heutigen Region von Anmar. Ethiell entwickelt schon im Kindesalter starke magische Kräfte und geht im Alter von 12 Jahren beim Dorfmagier Isemir in die Lehre.
- Jahr 221 NKN: Ethiell Mordekhai tötet aus Versehen Meister Isemir und flieht vor den wütenden Dorfbewohnern nach Ehru.
- Jahr 227 NKN: Ethiell Mordekhai trifft in Ehru auf den Nekromanten Amunet Keszh-Szahir. Dieser umgarnt ihn und bietet ihm an, seine Ausbildung fortzusetzen.
- Jahr 230 NKN: Ethiell Mordekhai versucht, Meister Isemir wieder zu erwecken, mit katastrophalen Folgen. Er wird vollständig von der Macht Szalish korrumpiert.
- Jahr 234 NKN: Ethiell Mordekhai findet im Gewölbe von Meister Keszh eine Urne. Der Geist des Dras-Meisters Nyr’keth Vael bietet ihm unendliche Macht an – als Gegenleistung müsse er lediglich Meister Keszh töten, der Nyr’keths Rhu an die Urne gebunden hat. Und so nimmt Mordekhais Schicksal seinen Lauf: Er tötet Amunet Keszh-Szahir, zerstört die Urne, der Geist Nyr’keth Vaels geht auf ihn über und verleiht ihm Rhu-Kräfte.
- Jahr 300 NKN. Dreizehnter Sonnenlauf unter dem Dustermond: Die Dras besetzen heimlich Schlüsselpositionen in zahlreichen Königreichen. Kaum jemand hat ihr Intrigenspiel bislang durchschaut. In der Öffentlichkeit sind sie – wenn überhaupt – eher als düstere Lagerfeuergeschichte bekannt.
- Jahr 308 NKN: Beginn des Schwarzen Krieges. In Leitheim beschwören von Nihil korrumpierte Alchemisten, im Auftrag des namenlosen Ordens, die Schwarze Erde. Kommt organische Materie mit dieser sandartigen Substanz in Berührung, zerfällt sie und wird selbst zu Schwarzer Erde.
- Jahr 312 NKN. Siebter Sonnenlauf unter dem Heumond: Die Schwarze Erde wird von Mitgliedern des Namenlosen Ordens in Dor'Kabul freigesetzt. Die Folgen sind katastrophal.
- Jahr 315 NKN. Siebter Sonnenlauf unter dem Heumond: Die Schwarze Erde breitet sich langsam aber unaufhaltsam in Dor’Kabul aus. Im Norden des Landes hat sich bereits eine gewaltige Wüste aus schwarzem Sand gebildet. Ein eisiger Wind aus dem Norden beschleunigt ihre Ausbreitung zusätzlich.
- Jahr 320 NKN: Gründung des Asvaleris Kollektivs
- Jahr 325 NKN. Neunundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Narrenmond: Den Alchemisten von Leitheim ist es im Auftrag des Namenlosen Ordens nun auch gelungen, Schwarzes Wasser zu beschwören: eine teerartige Masse, die zudem eine Art Eigenleben entwickelt hat. Alles Organische, das mit dem Schwarzen Wasser in Berührung kommt, wird zersetzt und dabei wiederum selbst in Schwarzes Wasser verwandelt. Über die Kanalisation von Leitheim lassen die Alchemisten diese Verderbnis in die drakonische See strömen.
- Jahr 326 NKN. Dreizehnter Sonnenlauf unter dem Narrenmond: Bei einem mächtigen Konglomerat, zur Bewahrung Mythandrias vor den schwarzen Elementen, stoßen zahlreiche arkane Krieger ihre Taura’Tavar-Stäbe an ausgewählten Orten des Kontinents in die Erde. Vom Heimattempel der Arkanen Krieger in Arkja aus entfesselt Großmeister Robegal eine unvorstellbare Kraft. Kurz darauf schlagen gewaltige Blitze in die Taura’Tavar-Stäbe ein. Dann herrscht absolute Stille. Für einen Augenblick scheint die Schwerkraft auszusetzen: Steine und kleine Gegenstände schweben einen halben Meter über dem Boden. Plötzlich bricht das Erdreich auf. Grollen und Donner dröhnen so laut, dass sie nicht nur auf Mythandria, sondern auf der ganzen Welt zu hören und zu spüren sind. Am Horizont stürzen gigantische Berge in sich zusammen. Andernorts türmen sich unermessliche Gesteinsmassen auf und Lavaströme brechen aus der Unterwelt hervor. Hunderte Meilen weiter überfluten die Wassermassen ganzer Ozeane das Land. Kein Stein scheint mehr auf dem anderen bleiben zu wollen. Dörfer und Städte fallen der Katastrophe zum Opfer. Das Land zerbricht in zwei riesige Teile und die sich immer weiter ausbreitende Schwarze Wüste wird vom Festland getrennt. Viele finden in dieser weltumspannenden Erschütterung den Tod – doch so wird die Vernichtung des gesamten Kontinents verhindert. Durch diese Katastrophe entstehen die verfluchte Insel Shadra, das Inselkönigreich der Drakonier, die einsamen Inseln im Nebelmeer, die Mailar-Antillen, die Insel Arkja und der gigantische Wasserstrudel im Südweststrom, der das Schwarze Wasser verschlang. Wie durch ein Wunder bleibt der Heimattempel der arkanen Krieger auf Arkja nahezu unversehrt, obwohl er im Zentrum dieser Zerstörung stand.
- Jahr 327 NKN: Gründung der Echinon Klerisei. Geburt von Sardras Kharkom in Antaria.
- Jahr 328 NKN. Zweiundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Windmond: Gründung der Arkanen Jäger. Als Reaktion auf das Unheil, das die Kräfte der Rhuasketen durch das Konglomerat zur Spaltung eines Kontinents über die Welt brachten, wird ein neuer Orden ins Leben gerufen: die Arkanen Jäger. Ihr Ziel ist es, Rhuasketen aufzuspüren und zu jagen.
- Jahr 333 NKN: Gründung des Magierkonzils. Ethiell Mordekhai wird Magister und Sardras Kharkom wird Schüler des Magierkonzils.

- Jahr 337 NKN: Gründung der Nagoch-Horde in Baratas.
- Jahr 339 NKN: Ethiell Mordekhai wird wegen des Praktizierens von Rhu-Kraft und Nekromantie aus dem Magierkonzil verbannt. Er flieht nach Valor und schließt sich der Dras'Shar Sekte an.
- Jahr 349 NKN. Achter Sonnenlauf unter dem Lenzmond: Geburt von Silmar Trandor in Antaria.
- Jahr 350 NKN: Gründung der Händlergilde in der Handelsmetropole Treva (Grenzmark).
- Jahr 361 NKN: Gründung des Syndikats der Diebe in der Grenzmark.

DAS ZEITALTER VON KAISER CERCAMON I (DER BRUTKRIEG)
NKN = Nach (der Herrschaft von) König Nimrodon
KC = (der Herrschaft von) Kaiser Cercamon
- Jahr 365 NKN. Jahr 1 KC. Erster Sonnenlauf unter dem Brachmond: Krönung von Kaiser Cercamon dem I. Die Könige von Eskalon, Anmar und Wiedland schwören dem Antarischen Kaiser ihre Treue. Sardras Kharkom wird oberster kaiserlicher Minister für Magie.
- Jahr 1 KC. Elfter Sonnenlauf unter dem Scheidemond: Silmar Trandor tritt als Schiffsjunge der antarischen Schiffsflotte bei.
- Jahr 1 KC. Siebzehnter Sonnenlauf unter dem Dustermond: Ein Meteorit fällt vom Himmel und schlägt in Monderon ein. Viele Gelehrte vermuten, dass mit diesem Ereignis die Brut in unsere Welt kam. Eine insektenartige Spezies, die bis zu diesem Zeitpunkt in keinen Schriften erwähnt wird.
- Jahr 3 KC: Der Brutkrieg. Die Brut überrennt ganze Landstriche.
- Jahr 4 KC: Gründung des Asthari-Kriegerbundes in Antaria und der Klingen von Anmar (Söldnergruppe).
- Jahr 5 KC.: Sardras Kharkom verliebt sich heimlich in Kaiserin Mirana.
- Jahr 6 KC: Gründung der Aristokratenliga, des Vwargol Kultes und der Autokratenloge.
- Jahr 7 KC: Ethiell Mordekhai tötet sämtliche Mitglieder des Obersten Rates der Dras'Shar-Sekte und vernichtet den Geisterkönig von Valor. Anschließend übernimmt er die Führung der Dras'Shar-Sekte, ernennt sich selbst zum Dras-König und benennt das Königreich Valor um in Dras’Valor.
- Jahr 8 KC. Vierzehnter Sonnenlauf unter dem Brachmond: Sardras Kharkom wird wegen des Praktizierens von schwarzer Magie und wegen Hofverrates aus dem Magierkonzil und dem Kaisserreich Antaria verbannt. Er flieht in die Grenzmark und gründet dort den Hexerzirkel. Silmar Trandor wird in Antaria zum Kapitän befördert.

- Jahr 9 KC: Dras-König Mordekhai schmiedet in Dras'Valor ein Bündnis mit zahlreichen Dämonenfürsten von Zorn'Galad und einigen Häuptlingen der Orks des Ödlandes.
- Jahr 10 KC: Gründung des Kammerverbands
- Jahr 11 KC. Dritter Sonnenlauf unter dem Windmond: (*CC-Anthologie #1/Vargan - der Berserker)
- Jahr 12 KC. Zweiundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Brachmond: Silmar Trandor umsegelt als erster Mensch den mythandrianischen Kontinent.
- Jahr 13 KC. Elfter Sonnenlauf unter dem Erntemond: (*CC-Anthologie #5/Wanageeska - der weiße Geist)
- Jahr 15 KC. Achtzehnter Sonnenlauf unter dem Narrenmond: Bei einer Forschungsreise nach Eridor entdeckt Silmar Trandor den Stamm der Matu'Kela und gerät in Gefangenschaft. Er ist der erste Mensch, der Kontakt zu den Matu'Kela hatte und selbigen auch wieder entkommen konnte.
- Jahr 16 KC. Elfter Sonnenlauf unter dem Weinmond: Auf seiner Flucht vor den Matu'Kela durchquert Silmar Trandor Baratas und entdeckt dort zahlreiche Kultstätten der Orks und Barbarenstämme. Er lebt dort für ca. 3 Jahre in einem Barbarenstamm, bevor er beschließt, wieder in seine Heimat zurückzukehren.
- Jahr 20 KC. Vierzehnter Sonnenlauf unter dem Eismond: Silmar Trandor besteigt als erster Antarianer den höchsten Gipfel der Aldaren in Antaria.
- Jahr 23 KC. Zehnter Sonnenlauf unter dem Scheidemond: Silmar Trandor durchquert als erster Antarianer die Wüste Ehru.
- Jahr 25 KC. Dreizehnter Sonnenlauf unter dem Narrenmond: Silmar Trandor wird zum Admiral der Kaiserlichen Flotte von Antaria ernannt.
- Jahr 27-48 KC: Admiral Silmar Trandor segelt im Auftrag des Kaisers zu Forschungszwecken in die entlegensten Winkel Mythandrias und erlebt dabei zahlreiche Abenteuer, von denen man bis heute berichtet. Unter anderem erforscht er die Wälder von Firaslin, überquert das Rieshall-Gebirge am Jötnir, dem höchsten Berg Mythandrias, und durchquert Andanai sowie Mysk bis hinauf ins Nordland.
- Jahr 49 KC. Vierzehnter Sonnenlauf unter dem Eismond: Silmar Trandor bricht zu seiner letzten Forschungsreise auf. Im Namen des Kaisers will er ferne Länder und Kontinente jenseits der Nebel erkunden. Doch von dieser Reise kehrt er nie zurück – was mit ihm geschah, weiß niemand.
- Jahr 51 KC. Vierzehnter Sonnenlauf unter dem Eismond: Die Nachkommen Silmar Trandors gründen zu Ehren ihres Vaters die Silmar-Trandor-Gesellschaft. Diese widmet sich der Entdeckung und Erforschung neuer Reiserouten, Länder und Kontinente – ebenso wie der Begegnung mit bislang unbekannten Kulturen.
- Jahr 75 KC: Mythandrithrausch in den Aldaren. Nach Jahrhunderten entdecken die Zwerge der Aldaren eine neue, große Mythandrithader.

- Jahr 98 KC: Der Drakonierprinz Araslan aus der Fafnir-Sippe wird als Kind von den Nebelzwergen gefangen genommen und wächst seitdem als Ziehsohn des Runenpriesters Hreidmar im Bernsteinhort auf – gemeinsam mit dessen Söhnen Othur und Reginn. Othur arbeitet an den unterirdischen Wasserfällen des Bernsteingebirges, während Reginn sich in der Ausbildung zum Runenschmied befindet. Hreidmar ist das Oberhaupt seiner Sippe und Berater des Zwergenkönigs Duglim, des zweitgeborenen Sohnes von Urvater Nibelunc. Duglim bestieg den Thron des Bernsteinhortes, nachdem sein Bruder von einem Drachen verschlungen wurde. Alberich, Sohn des Alrik, Sohn des Andwari – dessen Sippe seit Jahrhunderten von der Macht Nihil korrumpiert wird – ist Schatzmeister König Duglims, Träger des Ringes Andwaranaut und Hüter des Bernsteinhortes.
- Jahr 100 KC.: Kaiser Cercamon vereint zahlreiche Königreiche. Sogar die Elfen von Firaslin schließen sich dem Kampf gegen die Brut an. In einer finalen Schlacht wird das Nest der großen Brutkönigin aufgespürt und ausgebrannt, gemeinsam mit den Arkanen Kriegern und den Klingen von Anmar. Seitdem tauchen Brutkolonien nur noch selten auf Mythandria auf.
- Jahr 120 KC: Noric Nibelunc, Sohn Duglims und Enkel von Urvater Nibelunc von Niflungar, wird König der Nibelungen (Nebelzwerge) im Bernsteingebirge von Drakonia. Der Runenpriester Hreidmar behält sein Amt als königlicher Berater und auch Alberich bleibt Träger des Ringes Andwaranaut – und damit Schatzmeister sowie Hüter des Bernsteinhortes. Im Verborgenen jedoch vergiftet Alberich Hreidmars Geist mit den Lehren der Macht Nihil.
- Jahr 147-152 KC: Viele Jahrzehnte sind seit den Brut-Kriegen vergangen. In Ruhn, der Hauptstadt der Insel Sagala an der Nordküste der Grenzmark, werden zu Ehren des Drachenkaisers von Antaria Buhurt-Spiele abgehalten. Lothar von Ruhn wird Mitglied im Bund der Aristokraten. Die Völker Mythandrias sind wieder einmal mehr damit beschäftigt, sich gegenseitig zu bekämpfen, statt die Zeichen des nahenden Sturms zu erkennen, der bald über sie hinwegfegen wird. In Firaslin wird eine dunkle Macht entfesselt: ein Traumalb. Die Sekte der Dras'Shar nimmt ihn auf und bildet ihn zum Rhuasketen aus. Sie geben ihm den Namen Chaskar. Mit Chaskars Geburt beginnt das Zeitalter der Dras'Shar. (*Geschehnisse der Sagala-Kampagne)
DAS ZEITALTER DER DRAS'SHAR
KC = (der Herrschaft von) Kaiser Cercamon
- Dritter Dras-Krieg / Der Geisterkrieg: Der Dras-König beschwört ein riesiges Heer der Untoten. Die Opfer vergangener Kriege werden als willenlose Geister und wandelnde Leichname in die Schlacht getrieben. Bald werden Enkel gegen ihre längst verstorbenen Großväter kämpfen müssen.

- Jahr 153 KC: Die Götter Ion, Zyrus und Horas erkunden nach langer Zeit erneut die Erde. Dabei tötet Zyrus durch einen unbedachten Steinwurf versehentlich den Nebelzwerg Othur, Sohn Hreidmars. Von Trauer und Zorn getrieben, fesselt Hreidmar die drei Götter mithilfe der Macht Themokh’Thar an unzerbrechliche Ketten. Als Preis für ihre Freilassung und als Sühne für den Tod seines erstgeborenen Sohnes fordert er eine Nacht mit Ravenna, der Tochter des Horas. Doch statt ihr tatsächlich beizuwohnen, verlangt er von ihr, den Schatz der Nibelunc-Sippe – den Bernsteinhort – für ihn zu stehlen. Was Hreidmar nicht weiß: Vor ihm steht nicht Ravenna, sondern erneut Zyrus, der sich als sie ausgibt. Daraufhin verbündet sich Zyrus mit Prinz Araslan, um Hreidmar für seine Anmaßungen zu bestrafen.
- Jahr 160 KC: Dem Namenlosen Orden, fanatischen Dienern der Macht Nihil, gelingt es auf bislang unerklärliche Weise, ein gewaltiges Konglomerat zu vollziehen: ein metaphysischer Akt, der jenseits von Zeit und Raum jede Erinnerung an Nihil auslöscht. Durch raffinierte Täuschung und gezielte Manipulation lenken sie den Verdacht auf Themokh’Thar, als trüge diese Macht die Verantwortung für Nihils Gräueltaten. Man sagt, tapfere Heldengruppen hätten versucht, das Konglomerat zu verhindern – doch ihre Namen ebenso wie ihre Taten wurden aus der Geschichte Mythandrias getilgt, als hätten sie nie existiert. Von jenem Augenblick an kann Nihil im Verborgenen agieren und beginnt, die anderen kosmischen Mächte weiter zu korrumpieren, Stück für Stück, um einen finalen Schlag vorzubereiten.
- Jahr 164 KC. Sechster Sonnenlauf unter dem Weinmond der Macht Furia: Eine kleine Schar wagemutiger Helden befreit das Dorf Bärenau am Eberbach in Andanai aus der Gewalt des Traumalben Chaskar. Damit wird eine schreckliche Befürchtung zur Gewissheit: Die Dras'Shar sind zurückgekehrt. Die Schatten Themokh’Thars lauern längst nicht mehr nur in Dras’Valor – ihre Vorboten haben das Meer überwunden und warten nun im Verborgenen auf die nächste Gelegenheit, den Weg für ihre Meister zu bereiten. Großmeister Navar’tar vom Orden der arkanen Krieger übernimmt Aufsicht und Organisation der Neubesiedlung Bärenaus. Er entsendet Boten mit der Schreckensnachricht in alle Himmelsrichtungen, doch keiner von ihnen kehrt zurück. Derweil kehrt in der kleinen Siedlung am Eberbach langsam wieder ein geregelter Alltag ein. Die Grube, ein kleines verschüttetes Bergwerk, wird freigelegt und wieder in Betrieb genommen. Sogar einige Chimären werden in der Nähe des Dorfes gesichtet – Wesen, die man seit der Besetzung durch die Untoten nicht mehr gesehen hatte. Alles wirkt wieder ruhig und friedlich. Zu ruhig. Zu friedlich. (Geschehnisse der ersten Traumzeit-Âventiure: „Die Geister des Waldes“ / 2019)
- Jahr 166 KC. Fünfzehnter Sonnenlauf unter dem Narrenmond der Macht Enhaera: (*Bärenau Epos/zweite Âventiure: Die Hüter des Waldes/2022)
- Jahr 166 KC. Dreißigster Sonnenlauf unter dem Scheidemond der Macht Szalish: (*Bärenau Epos/dritte Âventiure: Bis dass der Tod uns scheidet!/2022)
- Jahr 167 KC. Sechster Sonnenlauf unter dem Narrenmond der Macht Enhaera: (*Bärenau Epos/vierte Âventiure: Schrecken in der Tiefe!/2023)
- Jahr 168 KC. Achtundzwanzigster Sonnenlauf unter dem Lenzmond der Macht Asvaleris: (*Bärenau Epos/fünfte Âventiure: Ein neuer Anfang!/2024)
- Jahr 168 KC.: (*Waldfurth Epos/Erste Âventiure: Ting der Mächte I/02.10.2024)
- Jahr 169 KC. Achtzehnter Sonnenlauf unter dem Narrenmond der Macht Enhaera: (*Bärenau Epos/sechste Âventiure: Alles oder Nichts!/2025)
- Jahr 169 KC: (*Waldfurth Epos/Zweite Âventiure: Ting der Mächte II/03.10.2025)
- Genauer Zeitpunkt ungewiss: Zyrus, der Gott der Intrigen, hilft Prinz Araslan von der Fafnir-Sippe, aus dem Bernsteinhort der Nibelungen (Nebelzwerge) zu entkommen, sodass er mit seiner Sippe und dem unvorstellbar großen Schatz fliehen kann. Alberich verrät König Nibelunc und unterstützt Araslans Flucht, indem er ihm einen Mantel leiht, der unsichtbar macht. Im Verborgenen verflucht Alberich den Ring Andwaranaut erneut, um ihn an sich zu binden. Der Ring wird weiterhin jeden Träger von unstillbarer Habgier zerfressen und ihn zu den größten Schätzen dieser Welt führen. Zugleich soll er nun aber auch jedem Träger – außer Alberich selbst – ein frühes Ende bereiten.
- Genauer Zeitpunkt ungewiss: Der Schneekönig wird von Dras-Attentätern ermordet. In der Schattenfestung beschwört der Dras-König mit dem Blut des Schneekönigs den kältesten Winter aller Zeiten. So entsteht hoch im Norden Mythandrias eine Eisbrücke, die nun die Nordlande Mythandrias mit den Ödlanden von Shadra verbindet. Über diese Brücke bringen die Dras ihre untote Armee auf das Festland – und mit jeder Schlacht wächst das Heer der Untoten scheinbar unaufhaltsam.
- Genauer Zeitpunkt ungewiss: Die Fafnir-Sippe wird von den übrigen Drakonier-Sippen einstimmig der Paktierung mit der Macht Nihil schuldig gesprochen, verurteilt und hingerichtet. Die wenigen Überlebenden fliehen gemeinsam mit Prinz Araslan, dem Zwerg Alberich und dem gewaltigen Schatz der Nibelungen (Nebelzwerge) über das Geistermeer nach Norden. Doch eine große Flotte der Nebelzwerge – angeführt von König Noric Nibelunc und seinen Söhnen – nimmt die Verfolgung auf. Auch der Runenschmiedmeister Reginn, Sohn Hreidmarrs, befindet sich unter den Truppen des Königs. Nachdem beide Flotten im nördlichen Nebel verschwinden, werden sie auf Mythandria nie wieder gesichtet.
- Genauer Zeitpunkt ungewiss: Der Chronos Thrar’Modas wird durch die Macht Themokh’Thar korrumpiert. Er verrät den Dras`Shar das Geheimnis der Menedat und der großen Portale.
- Genauer Zeitpunkt ungewiss: Die Dras erobern mehrere der großen Portale und versuchen diese nun zu reaktivieren, um ihre Heerscharen hindurch zu schicken.
- Genauer Zeitpunkt ungewiss: Der letzte Krieg der Ätherzeit. Die Völker der Ivakiem stellen sich geschlossen den Heerscharen der Dras'Shar entgegen. Die Arkanen Krieger versuchen, die Pläne der Dras endgültig zu vereiteln. Die Traumlinge bereiten ein riesiges Konglomerat vor. Kampf zwischen den beiden Chronos Kalyr und Thrar’Modas. Wie endet der letzte Krieg der Ätherzeit? Siegen die Völker der Mächte Mythandrias – oder werden die Dras'Shar zur absoluten Macht im Universum? Was hat es mit dem Konglomerat der Traumlinge auf sich, und welche Konsequenzen wird die erneute Einmischung der Chronos nach sich ziehen? Und was ist eigentlich mit Nihil passiert? Die Geschichte der Sagenreiche von Mythandria ist noch lange nicht zu Ende geschrieben. Doch all diese Fragen müssen in einer anderen Epoche beantwortet werden. Denn hier endet die Ätherzeit.