CHRONIK ANNO STELLARUM
"Ich bin Kalyr, erster Chronos der Erde und ich möchte euch erzählen, wie eure Welt gerettet wurde und die Geschöpfe der Erde das Universum eroberten. Denn ich war dabei!
Der Kampf zwischen Gut und Böse dauerte nun schon Jahrtausende an. Die Erde war nur noch ein herunter gekommener Planet im Weltraum, auf dem die letzten Kreaturen ums nackte Überleben kämpften. Als alles zu enden schien, passierte etwas, woran nur wenige bisher wirklich geglaubt hatten. Aus den unendlichen Weiten des Universums kamen sie zu uns. Seitdem Mythandria im Nebel der Zeit verborgen lag, hatten sie den Kontakt zu Euch verloren. Jahrtausende haben sie gebraucht, um euren Planeten zu finden.
Diese Ära nennen wir Chronos die Sternzeit. Ich erzähle euch nun die Geschichten, wie die Menschheit endlich ihren Himmel eroberte und die Erde neu erblühte. Der Kampf zwischen Gut und Böse endete hier noch lange nicht. Aber ihr erfahrt endlich das Geheimnis um den Ursprung der Sagenreiche von Mythandria."
RÜCKBLICK ANNO APOKALYPSI
Am Tag X zerbrachen die Grenzen zwischen Anno Vaporis, Anno Mysterii und Anno Superior. Die drei Wirklichkeiten verschmolzen zu einer einzigen Welt. Gewaltige Überflutungen, Mondtrümmerfälle, Dimensionsstürme und chronotektonische Veränderungen verwüsteten die Erde. Nur das hauchdünne Zeitgespinst der Chronos verhinderte ihre vollständige Vernichtung durch Nihil. In den folgenden Jahrhunderten bestand die Erde aus Reststaaten, Konzerngebieten, Mutantensiedlungen und autonomen Maschinenzonen. Zwischen ihnen lagen riesige Ödlande und unerschließbare Gebiete. Die Zombie-Seuche breitete sich von China über alle Kontinente aus. Menschen und Mutanten mussten lernen, gemeinsam auf einer Welt zu überleben. Trotz aller Rückschläge entstanden neue Staaten, Handelsbünde und Wissensgemeinschaften. Verlorene Technik wurde geborgen, übernatürliche Phänomene erforscht und die Hinterlassenschaften der drei früheren Wirklichkeiten miteinander kombiniert. Aus dem bloßen Kampf ums Überleben entwickelte sich langsam der Wunsch, die Erde nicht nur zu bewahren, sondern neu aufzubauen.
TIMELINE
Genauer Zeitpunkt ungewiss: Während Anno Magicae ziehen sich zahlreiche Menedat von der Erde auf den Planeten Logres zurück. Der Planet wird zu einem ihrer bedeutenden Zufluchtsorte. Sie errichten geschützte Siedlungen, Archive, Festungen und technische Anlagen, in denen sie ihr Wissen, ihre Magie und Teile ihrer Kultur bewahren. Die Nachfahren der Menedat bilden auf Logres, im Albion-System und in anderen Teilen der Galaxie zahlreiche Adelshäuser. Viele dieser Linien stehen später scheinbar auch in Verbindung mit einigen Rittern der Tafelrunde aus Anno Terroris. Ihre Namen und Vermächtnisse überdauern in Häusern wie Bedivere, Galahad, Gawain und Lancelot. Durch Kriege, Wanderungen, Fehden und den Verlust gemeinsamer Verbindungen zerstreuen sich die alten Adelshäuser. Einige beherrschen eigene Welten und Sternensysteme, andere überleben nur in einzelnen Festungen, verborgenen Zufluchtsorten oder kleinen Flotten. Viele Häuser betrachten einander als Rivalen oder Feinde.
3772 v. IKZ: Nach der Schlacht von Camlann wird der gefallene König Artus von der Erde zum Mond Avalon gebracht. Durch die Grube der Wiederbelebung kehrt er ins Leben zurück. Seine Rückkehr erfüllt den ersten Teil einer alten Prophezeiung der Menedat-Nachfahren: Wenn der König aus seinem ewigen Schlaf erwacht, soll die Zeit der zerbrochenen Banner enden.
Um 3771 v. IKZ: Artus verlässt Avalon und reist nach Logres. Zahlreiche alte Anlagen, Archive und Artefakte reagieren auf seine Anwesenheit. Für einige Adelshäuser gilt dies als Bestätigung der Prophezeiung. Andere halten Artus für einen Betrüger, eine künstliche Nachbildung oder ein Werkzeug fremder Mächte.
Ab 3770 v. IKZ: Die ersten Adelshäuser erkennen Artus als König an. Zu seinen frühesten Gefolgsleuten gehören Häuser, die ihre alten Schwüre bewahrt haben, sowie Linien, die von seinen früheren Gefährten abstammen. Gemeinsam verteidigen sie Logres gegen innere Feinde und äußere Angreifer
Um 3768 v. IKZ: Aus den verbündeten Adelshäusern, ihren Gefolgschaften und Streitkräften entstehen die Astharian Knights. Ihr gemeinsamer Auftrag ist der Schutz ihrer Welten, die Verteidigung Wehrloser und der Kampf gegen die Mächte Nagochs. Artus wird ihr erster König und oberster Heerführer.
Um 3765 v. IKZ: Artus und die Astharian Knights reisen durch das Albion-System und andere Teile der Galaxie, um verstreute Adelshäuser wiederzuvereinigen. Einige folgen ihm freiwillig, andere schließen sich nach Verhandlungen, Schutzverträgen oder der Zuweisung neuer Herrschaftsgebiete an.
Ab 3760 v. IKZ: Die wachsende Gemeinschaft wird in verschiedene Ritter-Orden gegliedert. Häuser mit ähnlichen Aufgaben, Traditionen und militärischen Erfahrungen werden enger miteinander verbunden. Daraus entstehen unter anderem die Blue Knights, White Knights, Black Knights, Red Knights, Yellow Knights, Green Knights, Violet Knights, Brown Knights und Grey Knights.
3760 v. IKZ: Artus unterstützt mehrere alte Adelshäuser bei der Befreiung ihrer Heimatwelt Morvanis von Vampirfürsten und Szalish-Kreaturen. Die Überlebenden bewahren ihr Wissen über Magie, übernatürliche Bedrohungen und fremdartige Wesen. Aus ihren Traditionen gehen später bedeutende Häuser der Violet Knights hervor.
3750 v. IKZ: Artus vereint die Streitkräfte mehrerer zerstrittener Adelshäuser und führt die Astharian Knights gegen eine Brutinvasion. Gemeinsam verteidigen sie deren Heimatwelten, vernichten die Nester der Kreaturen und verhindern die vollständige Auslöschung zahlreicher Siedlungen.
3743 v. IKZ: Artus befreit mit einigen Blue-Knights Angehörige mehrerer alter Adelshäuser, die auf einen von Orks beherrschten Planeten verschleppt worden waren.
Um 3740 v. IKZ: Mehrere mächtige Häuser verweigern Artus die Gefolgschaft. Einige versuchen, seine Herrschaft durch Aufstände, Attentate und Bündnisse mit fremden Mächten zu verhindern. Artus besiegt ihre Anführer, lässt jedoch nicht alle unterlegenen Häuser vernichten. Friedliche Gegner dürfen zunächst unabhängig bleiben.
Um 3715 v. IKZ: In Neu-Camelot wird die neue Tafelrunde gegründet. Sie dient als königlicher Rat, Versammlungsort der Adelshäuser und gemeinsames Forum der Ritter-Orden. Artus besitzt die letzte Entscheidungsgewalt, während die Vertreter der Häuser beraten, Bündnisse schließen und gemeinsame Feldzüge vorbereiten.
Ab 3715 v. IKZ: Die Wiedervereinigung setzt sich über Generationen fort. Weitere Adelshäuser auf Logres und in anderen Teilen der Galaxie schließen sich den Astharian Knights an. Einige werden durch Diplomatie gewonnen, andere nach ihrer Befreiung oder Verteidigung. Manche treten erst Jahrhunderte später bei, während einzelne Häuser dauerhaft unabhängig oder feindlich bleiben.
Um 3622 v. IKZ: Nach rund 150 Jahren seit seiner Wiedererweckung führt König Artus die Astharian Knights in einen letzten großen Krieg gegen die Mächte Nagochs. In der entscheidenden Schlacht wird er tödlich verwundet, kann jedoch die Bedrohung zurückschlagen und das Albion-System retten. Seine Gefährten bringen ihn nach Avalon, wo er seine Nachfolge ordnet und im Kreis seiner engsten Vertrauten endgültig stirbt. Artus wird auf Avalon bestattet. Die Vereinigung der noch verstreuten Adelshäuser wird anschließend von seinen Nachfolgern fortgeführt.
0 IKZ: Mehrere interstellare Zivilisationen unterzeichnen auf dem Planeten Vaelora den Gründungsvertrag der Allianz der kosmischen Mächte. Der Augenblick der Unterzeichnung wird zum Nullpunkt der Interstellaren Koordinatenzeit. Die Allianz schafft gemeinsame Grundlagen für Diplomatie, Handel, Navigation und die Zusammenarbeit zwischen ihren Mitgliedern.
212 IKZ: Die Entwicklung des Atomantriebs auf Grundlage eines Kernspaltungsreaktors eröffnet der terranischen Raumfahrt neue Möglichkeiten. Leistungsfähigere Raumfahrzeuge können größere Entfernungen zurücklegen und länger unabhängig von der Erde operieren.
220 IKZ: Die Quii treten offen mit den Bewohnern der Erde in Kontakt. Sie hatten den Planeten bereits während Anno Mysterii beobachtet und unterstützen nun seine Bewohner mit ihrem Wissen beim Wiederaufbau und bei der Stabilisierung der verwüsteten Welt.
245 IKZ: Der Fusionantrieb auf Grundlage eines Kernfusionsreaktors wird für die terranische Raumfahrt entwickelt. Seine größere Leistungsfähigkeit und Reichweite erleichtern den Bau umfangreicher Raumstationen und bereiten die dauerhafte Ausbreitung der Menschheit im Sonnensystem vor.
260 IKZ: Aus den verbliebenen Staaten, Machtgebieten und neu entstandenen Gemeinschaften geht schrittweise die Terranische Regierung hervor. Sie soll die unterschiedlichen Bevölkerungen der Erde zusammenführen, den Wiederaufbau koordinieren und eine gemeinsame Zukunft der terranischen Zivilisation ermöglichen.
325 IKZ: Die dauerhafte Erschließung des Sonnensystems beginnt. Raumstationen, Außenposten, Marskolonien und weitere Siedlungen außerhalb der Erde entwickeln sich zu beständigen Lebensräumen. Die Menschheit ist nun nicht länger auf ihre Ursprungswelt beschränkt.
380 IKZ: Dr. August Blackwell entwickelt den Aetherantrieb. Erstmals können weit entfernte Sternsysteme innerhalb weniger Jahre, Monate, Tage oder Stunden erreicht werden. Diese Erfindung leitet den eigentlichen Aufbruch der Menschheit zu den Sternen ein.
470 IKZ: Die Besiedlung von Terra II beginnt. Die neue Welt wird zu einem der ersten großen Kolonisationsprojekte außerhalb des Sonnensystems und erweitert den Lebensraum der terranischen Zivilisation erheblich.
515 IKZ: Die Besiedlung von Terra III beginnt. Die Erfahrungen aus früheren Kolonien ermöglichen den Aufbau größerer und zunehmend selbstständiger Siedlungen. Terra III entwickelt sich zu einem weiteren bedeutenden Zentrum der Menschheit.
550 IKZ: Die Menschheit tritt der Allianz der kosmischen Mächte bei. Die Allianz besteht zu diesem Zeitpunkt bereits seit Jahrhunderten und verfügt über gefestigte Institutionen, Gesetze und interstellare Beziehungen. Für Terra beginnt damit die vollständige Eingliederung in eine wesentlich ältere galaktische Gemeinschaft.