WAS IST THAUMATOLOGIE?
Thaumatologie ist die Lehre von den Wundern der Numina (Götter, Teufel und Totems), wie sie durch Gebete der Aetherformellehre, aber auch durch aufwendig inszenierte Zeremonien gewirkt werden können. Personen, die solche Wunder vollbringen, werden oft als Thaumaturgen bezeichnet, und ihre Fähigkeit, Wunderdinge zu bewirken, wird als Thaumaturgie bezeichnet. Charakterkonzepte, die sich mit Thaumatologie befassen, sind beispielsweise Priester, Okkultisten, Kleriker, Sektenführer und Schamanen. Zeremonien der Thaumatologie können pro Stufe für jeweils 20, 40, 60, 80 oder 100 Erfahrungspunkte erlernt werden.
ZEREMONIEN: GLAUBENSGEMEINSCHAFTEN UND WUNDER
Zeremonien werden von Zeremonienmeistern oder Thaumaturgen vor einer Gruppe von Zeremoniegästen (Gläubigen, Kultanhängern, Sektenmitgliedern usw.) durchgeführt. Im Verlauf der Zeremonie wird Aetheressenz dem angerufenen Numen oder den angerufenen Numina geopfert, damit diese den durch die Zeremonie festgelegten Effekt bewirken. Für jeden aktiven Zeremonieteilnehmer wird im Laufe der Zeremonie mindestens 1 Phiol Aetheressenz geopfert. Die Aetheressenz kann aus dem persönlichen Vorrat des Teilnehmers oder aus einer geeigneten externen Quelle stammen. Es darf auch mehr Aetheressenz geopfert werden. Charaktere mit Nullmagie können vollständig an thaumaturgischen Zeremonien teilnehmen. Da sie keine eigene persönliche Aetheressenz besitzen, muss die durch oder für sie geopferte Aetheressenz vollständig aus einer externen Quelle stammen. Thaumaturgische Zeremonien sind zeitintensive Aethermanipulationen. Persönliche Aetheressenz wird während der Zeremonie nach und nach geopfert und regeneriert bereits während dieser Zeit. Die Dauer der Zeremonie wird deshalb auf die daraus entstehende Aetherkarenz angerechnet. Aetherevolution kann bei thaumaturgischen Zeremonien nicht eingesetzt werden. Abgesehen von den genannten Regeln kann die Inszenierung der Zeremonie je nach Charakterkonzept unterschiedlich gestaltet werden, beispielsweise durch Reliquien, besondere Abläufe oder zusätzliche Komponenten. Sofern nicht anders beschrieben, tritt die Wirkung nach erfolgreichem Abschluss der Zeremonie ein. Verlässt ein Zeremonieteilnehmer die Zeremonie während des Ablaufs, erhält er den gewünschten Effekt nicht. Wird eine Zeremonie abgebrochen oder schlägt sie fehl, gilt die gesamte für die Durchführung vorgesehene Aetheressenz als verbraucht. Die bis zu diesem Zeitpunkt verstrichene Zeremoniedauer wird auf die daraus entstehende Aetherkarenz angerechnet. Eine fehlgeschlagene Zeremonie muss vollständig neu vorbereitet und durchgeführt werden.
WERKZEUGE DER ZEREMONIENMEISTER (BEISPIELE)
Zeremonienmeister nutzen eine Vielzahl von Werkzeugen und Hilfsmitteln, um Zugang zu den Kräften ihrer Numina (Götter, Teufel und Totems) zu erhalten. Hier sind einige Beispiele für Werkzeuge, die in der Thaumatologie häufig verwendet werden: Altäre, (un)heilige Statuen, Zeremoniengewänder, Reliquien, Artefakte, Instrumente wie Glocken, Klangschalen o. Ä., Opfergaben, Kerzen, Räucherwerk, Mandalas oder symbolische Zeichnungen, Klingen oder Dolche für rituelle Schnitte, Kristalle und Edelsteine zur Energiesteuerung, Trommeln zur rhythmischen Unterstützung, Gefäße für Wasser oder andere Flüssigkeiten zur rituellen Verwendung.