WAS IST BARDENMAGIE?
Barden sind begabte Geschichtenerzähler und Musiker, die durch ihre Melodien, Gesänge und Gedichte sogar den Aether beeinflussen können. Ihre Kompositionen können durch die Teilnahme weiterer Personen verstärkt werden. Um im Spiel normale Musik und Gedichte von Bardenmagie zu unterscheiden, macht der Barde aus der Spieler-Phase (SP) heraus eine klare Ansage: „Bardenmagie: Name der Komposition!“ Diese Ansage muss alle Spieler erreichen, die von der Wirkung betroffen sind. Der Barde kann die Ansage entweder vor der Aufführung machen, wenn der Effekt direkt während der Aufführung wirken soll, oder danach, falls die Wirkung erst nach Abschluss des Vortrags einsetzt. Falls eine Komposition in mehreren Varianten existiert, beherrscht der Barde automatisch alle Varianten, sobald er die Komposition durch Erfahrungspunkte (EP) erlernt hat.
Für die Aufführung einer Komposition muss jeder mitwirkende Künstler entsprechend der Stufe der Komposition Aetheressenz einsetzen. Die benötigte Aetheressenz kann aus dem persönlichen Vorrat des jeweiligen Künstlers oder aus einer geeigneten externen Quelle stammen. Wird persönliche Aetheressenz eingesetzt, entsteht nach Abschluss der Aufführung die entsprechende Aetherkarenz. Die Dauer der Aufführung wird nicht auf die Aetherkarenz angerechnet. Aetherevolution kann bei Bardenmagie nicht eingesetzt werden. Wird eine Darbietung fehlerhaft ausgeführt oder vorzeitig abgebrochen, tritt der Effekt nicht ein. Hat die Wirkung bereits während der Aufführung eingesetzt, endet sie sofort. Die gesamte für die Komposition vorgesehene Aetheressenz gilt dennoch als verbraucht. Verwendete Komponenten gehen ebenfalls verloren. Für verbrauchte persönliche Aetheressenz entsteht die vollständige Aetherkarenz. Für einen erneuten Versuch muss die Komposition vollständig von vorn begonnen werden. Falls der Barde seine Magie diskret wirken möchte, kann er die Spielleitung (SL) darum bitten, die Ansage aus der Spieler-Phase (SP) heraus zu übernehmen, ohne dabei den Begriff „Bardenmagie“ zu verwenden. Grundsätzlich sollte der Barde seine Kompositionen jedoch selbst und ohne Unterstützung der Spielleitung vortragen.
| Kompositionsstufe | Inszenierung B | Benötigte Aetheressenz je Künstler | Aetherkarenz bei vollständigem persönlichem Verbrauch | Kosten |
| Stufe 1 | 2 Abschnitte | 1 Phiol | 5 Minuten | 20 EP |
| Stufe 2 | 4 Abschnitte | 2 Phiol | 10 Minuten | 40 EP |
| Stufe 3 | 6 Abschnitte | 3 Phiol | 15 Minuten | 60 EP |
| Stufe 4 | 8 Abschnitte | 4 Phiol | 20 Minuten | 80 EP |
| Stufe 5 | 10 Abschnitte | 5 Phiol | 25 Minuten | 100 EP |
KOMPOSITIONEN: DAS REPERTOIRE EINES BARDEN
Das Repertoire eines Barden umfasst die Kompositionen, die er durch Erfahrungspunkte (EP) erlernt hat. Diese Kompositionen können individuell interpretiert und inszeniert werden, solange die festgelegten Parameter eingehalten werden.
Hinweis: Ihr könnt für eure Kompositionen eigene Texte und Melodien erstellen oder auf bestehende Werke zurückgreifen. Achtet darauf, keine Urheberrechte zu verletzen. Wir empfehlen, sich über gemeinfreie Werke zu informieren, um sicherzugehen, dass ihr Material verwendet, das urheberrechtlich frei genutzt werden darf. Unter dem Suchwort „gemeinfrei“ findet ihr im Internet viele Quellen mit umfassenden Informationen zu diesem Thema.
GASTKÜNSTLER
Gastkünstler müssen für das Mitwirken bei einer Komposition keine EP für die Komposition selbst ausgeben. Sie müssen jedoch ebenso wie der Barde die Komposition fehlerfrei vortragen und die für die jeweilige Kompositionsstufe erforderliche Aetheressenz bereitstellen. Die Darbietung kann sowohl gemeinsam als auch in aufeinanderfolgenden Abschnitten erfolgen, solange der Hauptdarsteller maßgeblich an der Inszenierung beteiligt bleibt. Gastkünstler können beispielsweise auch an Gedichtvorträgen teilnehmen. Für Gastkünstler gelten dieselben Regeln für Aetheressenzverbrauch und Aetherkarenz wie für den Barden.
ABSCHNITTE: STROPHEN, KEHRVERSE, TEILE
Die Länge einer Komposition wird durch die Anzahl der enthaltenen Abschnitte bestimmt. Ein Abschnitt kann beispielsweise eine Liedstrophe, eine Gedichtstrophe, ein Kehrvers oder ein Instrumentalteil (A-Teil, B-Teil, C-Teil usw.) sein. Sowohl Strophen als auch Kehrverse müssen jeweils mindestens fünf Wörter umfassen, und die einzelnen Teile eines Instrumentalstücks sollten einen ähnlichen Umfang haben.
Beispiele für Abschnitte:
1 Liedstrophe + 1 Kehrvers = 2 Abschnitte
3 Gedichtstrophen = 3 Abschnitte
1 Haiku = 1 Abschnitt
1 Distichon = 1 Abschnitt
2 A-Teile + 1 B-Teil = 3 Abschnitte
2 A-Teile + 2 B-Teile + 1 C-Teil = 5 Abschnitte
BEREICHE DER BARDENMAGIE (BEISPIELE)
Zur Bardenmagie gehören verschiedene kreative Ausdrucksformen. Hier sind einige Beispiele:
Musik: z. B. Instrumentalmusik, Vokalmusik, Gesang mit instrumentaler Begleitung, Chorgesang, Balladen und Hymnen.
Poesie: z. B. Lyrik, Gedichte, Haikus, Elegien, Sonette und Oden.
WERKZEUGE DER BARDEN (BEISPIELE)
Barden setzen eine Vielzahl von Instrumenten und Werkzeugen ein, um ihre Kunst und Kompositionen zu präsentieren. Diese Hilfsmittel tragen zur Atmosphäre ihrer Auftritte bei. Hier sind einige Beispiele: Musikinstrumente, Perkussionsinstrumente, Notenblätter, Textblätter und Textbücher, Stimmgabeln, Metronome, Beleuchtung, Sammelhüte, Klingelbeutel sowie Podeste und Bühnen. Flüstertüten und Schautafeln für Geschichtenerzähler und Moritatensänger sind ebenfalls nützlich; sogar ein Zeigestock kann als Hilfsmittel dienen. In der Neuzeit und der Dampfzeit erweitern moderne Technologien wie Mikrofone, Lautsprecher, Lichttechnik, Verstärker und Stimmgeräte die Möglichkeiten, Bardenmagie zu inszenieren.